Zuckmayers
Schatten.
Vermonter Journal von Klaus
Modick (2004, Otto-Müller-Verlag).
Besprechung von Jochen
Hörisch in Neue
Zürcher Zeitung vom 20.12.2003:
Vom Traum zum Trauma
Klaus Modicks Vermonter Journal
Ein deutscher Schriftsteller hat es so richtig gut. Klaus Modick unterrichtet zu Zeiten des Altweibersommers, der dem Stand seiner Chronobiologie entspricht, mit Lust und Laune einen Drei-Wochen-Kurs über neue deutsche Literatur am Middlebury-College im US-Staat Vermont. Modick beobachtet dabei u. a., wie die Studierenden Europa und Deutschland beobachten (nämlich ebenso offen wie - trotz Germanistikstudium! - kenntnislos); wie ein bekannter und namentlich genannter US-Germanist die Bildungsroman-Tradition beobachtet (sein Gastvortrag ist ein «überaus einschläferndes Exempel einer Senilgermanistik ohne Beziehung zur Literatur») oder wie der «Nachbar» Carl Zuckmayer in seinem Geheimreport die damaligen Schriftsteller-Kollegen und ihr Verhältnis zu den Nazis charakterisierte (nämlich gerade aufgrund seiner Theorie- und Ideologieferne verblüffend präzise und tiefenscharf)... Fortsetzung
[...diese und weitere
Besprechungen finden Sie unter
]
Leseprobe I Buchbestellung 0105 LYRIKwelt © NZZ