Wie mit gezücktem Messer in der Nacht von Hans-Jürgen Schmitt, 2000, Ammann

Wie mit gezücktem Messer in der Nacht.
Leben und Sterben dreier lateinamerikanischer Dichterinnen - Delmira Agustini/Alfonsina Storni/Alejandra Pizarnik von Hans-Jürgen Schmitt (2000, Ammann).
Besprechung von tbg in Neue Zürcher Zeitung, 2000:

Drei Leben für die Kunst

tbg. Drei lateinamerikanische Lyrikerinnen vom Río de la Plata werden in der Ammann-Buchreihe «Odeon» mit zweisprachigen Gedichtproben vorgestellt. Alle lebten sie für die Kunst, die Poesie, und starben tragisch. Alle verbindet ihre geographische Herkunft aus Buenos Aires oder Montevideo, ihre künstlerische Berufung als Poetinnen und ihr frühes Ende im gewollten oder ungewollten Freitod: die uruguayische Lyrikerin Delmira Agustini (1886–1914) sowie die argentinischen Dichterinnen Alfonsina Storni (1892–1938) und Alejandra Pizarnik (1936–1972). Die drei Schriftstellerinnen stehen für den frühen Anfang und die Geschichte der von Frauen verfassten modernen Poesie Lateinamerikas, wenngleich reduziert auf jenen Teilausschnitt, den der Frankfurter Kritiker, Übersetzer und Herausgeber Hans-Jürgen Schmitt bevorzugt. Abbildungen ergänzen die knapp gehaltenen Biographien. Drei der ganz grossen Lyrikerinnen Lateinamerikas können hier einführend kennen gelernt werden. Etliche andere gehören (auch ohne tragisches Schicksal) dazu, etwa die Brasilianerin Cecília Meireles (1901–1964) oder die Argentinierin Olga Orozco (1920–1999).

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