Wie die Tiere von Wolf Haas, 2001, RowholtWie die Tiere.
Roman von Wolf Haas (2001, Rowohlt).
Besprechung von sy in der Frankfurter Rundschau, 10.11.2001:

Lakonischer Wortmeister

Mann schafft es kaum, Wolf Haas noch mehr zu loben, als er schon gelobt worden ist. Ein versuch: Ihm gelingen Sätze, die man sich am liebsten übers Bett hängen würde, besonders im Spätherbst. Zum morgens draufgucken, der Laune wegen. Weil sie lakonisch und witzig sind und ein bisschen - großes Wort - weise. Er ist unterhaltsam, aber auf einem Niveau, das Mount-Everest-mäßig über dem Krimi-Hügelland liegt. Und manchmal scheint er den Leuten geradewegs in die Seele zu gucken. Wie die Tiere heißt sein neuer Roman und den verknautschten Brenner, der sich diesmal nicht nur via Amtsärztin um seine Frühpensionierung bemüht, sondern auch rausfinden soll, wer Hundekekse mit Stecknadeln streut. Simon Brenner ahnt dann bald, "dass es ein Frauenfall wird, quasi Himmelsfahrtskommando". Der ihm aber immerhin, als Zugabe, die Erkenntnis beschert: "Labello macht einen Mann grundsätzlich nervös." Und das nicht nur bei Föhn.

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