Was ich dir schon immer sagen wollte von Alice Munro, 2012, DörlemannWas ich dir schon immer sagen wollte.
13 Erzählungen von Alice Munro, (2012, Dörlemann-Verlag - Übertragung Heidi Zerning).
Besprechung von Peter Pisa im Kurier, Wien, 29.06.2012:

Alice Munro – "Was ich dir schon immer sagen wollte"

Da steht nicht viel. 13 kurze Geschichten, jeweils um die 30 Seiten lang, in denen Kakao getrunken, Gemüse geputzt, ein Boot repariert wird. Was NICHT steht, was ausgelassen wird, ist das Explosive. Ist Sehnsucht. Ist der Versuch, den Alltag auszuhalten.

Und dass es nicht steht und man trotzdem versteht – das ist der Grund, warum z. B. Jonathan Franzen ("Die Korrekturen") sagt, in den Kurzgeschichten übertreffe sie Tschechow.

Mit "Was ich dir schon immer sagen wollte" hat der Schweizer Dörlemann Verlag nach "Tanz der seligen Geister" erneut frühe, fast vollendete Erzählungen Munros aus den 1970er-Jahren herausgebracht. Es geht um Frauen. Ehefrauen, Tanten, Großmütter ... Das heißt nicht, dass die Geschichten nur Frauen unter die Haut gehen.

Eine große Ungerechtigkeiten der literarischen Welt ist: Die Kanadierin hat noch nicht den Nobelpreis bekommen. Am 10. Juli wird sie 81.

KURIER-Wertung: ***** von *****

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