Wallanders erster Fall von Henning Mankell, 2002, ZsolnayWallanders erster Fall und andere Erzählungen.
Roman von Henning Mankell (2002, Zsolnay - Übertragung Wolfgang Butt).
Besprechung von pms in der Frankfurter Rundschau, 8.6.2002:

Für Süchtige

Ist das Henning Mankell übelzunehmen oder nicht? Die Brandmauer sollte eigentlich der achte und letzte Roman mit Kommissar Kurt Wallander sein. Als Heldin der folgenden Krimis war Wallanders Tochter Linda angekündigt. Und nun dies. Der neunte Wallander. Der heißt auch noch Wallanders erster Fall. Was soll das? Autor Mankell bemüht sich im Vorwort zu erklären, warum er die Erzählungen aus Wallanders frühen, aber auch späten Jahren veröffentlicht hat. Jetzt sei ihm der Titel "Romane über die europäische Unruhe" als Klammer für die Reihe eingefallen, und der neunte Wallander solle endgültig Ende und Auftakt für die Zukunft mit Linda im Zentrum sein. Verwirrend. Herr Mankell, wollten Sie da am Ende nur kommerziell nachlegen? Für Süchtige ist das unwichtig. Die brauchen Stoff. Sie wollen Wallander. Und so lässt sich auch dieser Erzählband mit mehreren Fällen, der die Vita des Top-Ermittlers umreißt, verschlingen. Wallander, der Melancholiker, der Mutige, der Mürrische. Sie ist schön, die neunte Nacht mit dem guten alten Kurt.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.fr-aktuell.de]

Leseprobe I Buchbestellung 0602 LYRIKwelt © Frankfurter Rundschau