Uhuru-Peak von Ulrich Schödlbauer, 2001, ManutiusUhuru Peak.
Ein Bericht von Ulrich Schödlbauer (2001, Manutius).
Besprechung von Klaus Grunenberg bei Amazon, 1.8.2001:

Ulrich Schödlbauer ist ein ziemlich genialer Schreiber, ein Mensch, der zu berichten weiß über Ich-Bezogenheit und Mitleid, zwischen dem Changieren von Schwarz und Weiß undsoweiter, demnach auch über Zwischentöne. So ist es. Der Bericht, wie er genannt wird, könnte also auch Roman heißen. Es geht den Kilimandscharo hinan und das ist sicherlich immer spannend. Ein Kriminalroman? Ja, auch das. Kleine Abschnitte, größere, ganz kleine, fast poetische, einige wunderschön getragene Gedichte.

Hört: "Selbsgewiß wie nur einer,/ lotrecht in den Säulen, wohl aufgeführt,/ mit gesteiftem Gebälk,/ stark wie ein Hengst, gutmütig, hochmütig, reizbar,/ dem Geheimnis gepaart." Ja, so klingt`s (akademisch gebildet) von den Lippen, wenn man`s laut vorläse. Liest man erst den Epilog, hat man was, was man sonst nicht hat. Liest man zwischendurch auch mal einige Seiten aus der Mitte (für sich still hin!) und beginnt dann richtig mit dem Lesen von vorn, so erhält man, wenn man zu der nämlichen Stelle wieder vordringt, Erhellung. Mehr wird nicht verraten, auch nicht, daß es eine Elsa gibt.

Jemand merkt seine Grenze und so kommt es, wie es kommt. Namen tauchen auf aus der Geschichte der Erstbesteigung (Hans Meyer z.B.), nur nicht Purtscheller. Allein dieser Name hätte es verdient! Eine Colaflasche, das sei noch verraten, raucht etwas. Nur ist es Kohlensäure? Ist es Kohlendioxid? Ist dieses Gas nicht schwerer als Sauerstoff, kann es dann aus stehender Flasche einfach so hochrauchen? Das alles und noch mehr würd` ich verraten," wenn ich der König von Deutschland wär". Unterhaltsam, aber auch mit Schwierigkeiten zu besteigen, wie das Kilimandscharomassiv mit den drei Gipfeln.

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Leseprobe I Buchbestellung 1202 LYRIKwelt © Klaus Grunenberg I Amazon