Tante Jolesch.
Oder: Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten von Friedrich Torberg (1996, Langen-Müller).
Besprechung von Martina Lainer aus Rezensionen-online *bn*:

Von Käuzen und Originalen - Geschichte in Geschichten und Anekdoten kurzweilig erzählt. (DR)

Friedrich Torberg hat ihnen ein literarisches Denkmal gesetzt, den mürrischen Käuzen und unvergleichlichen Originalen, die in Redaktionen und Theatern, als Anwälte und Literaten oder als Wirte, Kellner oder Köchinnen gearbeitet haben. Namen wie Karl Tschuppik, Anton Kuh, Egon Erwin Kisch, Egon Friedell, Alfred Polgar und Franz Molnár sind die berühmtesten der hier in kurzweiligen und zumeist tiefsinnigen Anekdoten zu Ehren Gekommenen. In seinem Wiener Charme und seiner Spitzzüngigkeit bringt er Schrullen und Obsessionen zahlreicher Vertreter einer mit dem 2. Weltkrieg untergegangenen Welt zur Sprache und hat neben den Berühmtheiten etwa auch seiner Tante Jolesch ein unvergeßliches Denkmal gesetzt. Daß das Kaffeehaus die Drehscheibe des Geschehens ist, verwundert wohl kaum, spielte sich doch dort ein Großteil des öffentlich-kulturellen Lebens zwischen Tassengeklapper und Pfeiffengepaffe ab. - Diese günstige, gebundene Ausgabe kann allen Bibliotheken empfohlen werden, die bisher auf die Tante Jolesch verzichtet haben. Ein "Millenniumsband".

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