So
weit die Wolken ziehen.
Roman von Willi Fährmann (2008,
Arena).
Besprechung von Winfried Stanzick, Ober-Ramstadt/Hessen für Amazon.de,
8.06.2009:
Schon viele Male in den vergangenen Jahren hat der
bekannte und erfolgreiche Jugendbuchautor Willi Fährmann durch seine
historischen Jugendromane bewiesen, dass er in ganz besonderer Weise Jugendliche
für einen wichtigen geschichtlichen Stoff begeistern kann.
Auch das vorliegende neue Buch des 1929 geborenen Schriftstellers stellt diese
außergewöhnliche Fähigkeit des Autors unter Beweis. Er erzählt die Geschichte
von Ruth, einem Mädchen aus Deutschland. Wir schreiben das Jahr 1943, die
Alliierten bekämpfen das Naziregime mit schweren Fliegerangriffen auf die
deutschen Städte. Für die vielen Schulen im Lande ist ein geordneter Betrieb
nicht mehr möglich. Auch Ruth wird, wie viele andere Schüler, in ein
vermeintlich sicheres Gebiet geschickt und gelangt in einen kleinen Ort in
Österreich. Die Lehrer dort tun ihr Bestes, um ein wenig Unterricht zu
ermöglichen, und einen geordneten Alltag für die Kinder und Jugendlichen
aufrecht zu erhalten. Doch bald schon stellt sich heraus, dass es auch hier für
die Kinder nicht sichert ist. Die Armeen der Sowjetunion rücken immer näher,
doch die Nazis erlauben den Kindern nicht, nach Hause zurückzukehren.
Es ist ein Roman, der sich spannend liest, und den man auch als Erwachsener
nicht mehr aus der Hand nimmt, bis man das Ende kennt. Ein Buch, dem es gelingt,
in der Schilderung einzelner Personen zu zeigen, wie verschiedene Menschen, zum
Teil sehr tapfer und mutig, mitten in der Diktatur und mitten in einem schweren
Krieg versucht haben menschlich zu bleiben.
Der überzeugte Christ Fährmann erzählt über seine Personen und über die ganze
Geschichte hinweg vermittelt auch wieder vom Glauben und von der großen Kraft,
die er zu geben vermag.
Ein großes Jugendbuch, das auch für Erwachsene viel Gewinn bringt.
[...diese und weitere
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