Sommerhaus,später von Judith Hermann, 1998, S.FischerSommerhaus, später.
Erzählungen von Judith Hermann (1998, S. Fischer).
Besprechung von Michael Amon:

Die Literaturkritik ist voll des Lobes. Gut: ein solide gemachtes Buch, so, als ob es direkt aus einem Seminar für kreatives Schreiben käme. Selbst bösartige Kritiker werden es schwer haben, diesem Buch irgendwelche offensichtlichen Fehler nachzuweisen. Keine Stilblüten, alles ordentlich und sauber (beinahe möchte man schreiben: vorschriftsmäßig) gelöst. Das heißt aber auch: keine Überraschungen, alles vorhersehbar. Ein Produkt des Kunsthandwerkes: so glatt, so gekonnt, so langweilig. Unendlich langweilig. Warum das Buch trotzdem ein so großer Verkaufserfolg ist? Weil es hemmungslos erzählt, und die Autorin sich nicht darum schert, ob man das nun darf oder nicht.

Weinempfehlung:
Am besten ein Wein wie aus dem Lehrbuch der Önologie - glatt, gekonnt und langweilig. Etwa: Rosemount Shiraz (Australien), nicht älter als ein bis zwei Jahre.

Plattenempfehlung:
Irgendeine Boy- oder Girl-Group, alles von Britney Spears, jeglicher Ö3-geeigneter Sound.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter Michael Amon.Literatur aus Österreich]

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