1.) - 2.)
Perfekte
Welt.
Gedichte von Richard
Staab (2004, Isensee Verlag).
Besprechung von Peter Groth im Weser-Kurier,
23.2.2005:
„Gedichte zur perfekten Welt"
BREMEN (PG). Richard Staab hat ein Problem – er schreibt Gedichte. Nicht dass der in Bremen lebende Literaturwissenschaftler seine Lyrik als Ventil benutzt, um mit sich und seiner Welt ins Reine zu kommen – nein, Poeten haben es in diesen Zeiten schwer, für ihre Texte einen Verlag zu finden. Staab ist es gelungen, sein erster Gedichtband ‚Perfekte Welt’ (60 Seiten, 8 Euro) ist vom Oldenburger Isensee Verlag veröffentlicht worden und wird am Donnerstag, 24. Februar, ab 19 Uhr als Bremer Buchpremiere in der Buchhandlung Leuwer, Am Wall 171, vom Autoren vorgestellt.
In seinen nicht gereimten Versen setzt sich Richard Staab mit sehr unterschiedlichen Aspekten einer manchmal perfekt scheinenden Welt auseinander. Menschliche Eigenschaften, Gedanken über Freiheit und Unfreiheit, Naturphänomene – Staab findet für seine Gedichte zu diesen Themen unverbrauchte Bilder, legt erkennbar großen Wert auf Klang und Rhythmus. In seltenen Fällen (‚Wie Brot’) ufern diese Gedichte aus, häufiger jedoch konzentriert sich Staab auf den Kern seiner Idee wie in ‚Die Muschel’: ‚Die Muschel, hineingewachsen / In Gestein, lag nass / In meiner Hand. / Ich warf sie / Zurück in den Sand. / Wie das Meer / Müde des Sammelns.’
Aufbegehren, Widerspruch, Trauer oder Spott, manchmal auch Ehrfurcht vor der Schönheit der Natur – danach sucht Richard Staab in seinen niedergeschriebenen Gedanken zur ‚perfekten Welt’. Und beobachtet genau wie in ‚Ein Dichterleben – H.C. Artmann im Fernsehinterview’: ‚Gebrechlich jetzt, der Erneuerer. / Ungelenk hält er die Zigarette. / Zieht gierig wie früher an ihr / Und lauscht vor laufender Kamera / Dem inneren o, dem u, dem a. / Er weiß ihre Farben. / Einfälle, sagt er, vergesse er meist / Mit dem Einschlafen, / Lacht und formt Halbfertiges. / Gegen Ende des Interviews / Erinnert er sich der Verse / Der Vorgänger.“
[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.weserkurier.de]
Leseprobe I Buchbestellung 0305 LYRIKwelt © Weser-Kurier
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2.)
Perfekte
Welt.
Gedichte von Richard
Staab (2004, Isensee Verlag).
Besprechung von Karin Skwirblies im Stadtteil-Kurier
im Weser-Kurier, 24.2.2005:
„Eine fast andächtige Poesie – Richard Staab stellt seinen Lyrikband vor
Die Liebe zur Natur, ein sehr genauer Blick fürs Detail und eine fast andächtig zu nennende Poesie machen die Gedichte von Richard Staab aus. In seinem ersten veröffentlichten Lyrikband ‚Perfekte Welt’ schreibt er über das Meer und über Strände, über Tiere und Menschen, über Träume und Erinnerungen. Der Untertitel ‚Lyrik: prosaisch’ soll signalisieren, dass es ihm nicht um Romantisierungen geht.
‚Ich arbeite ausgefeilt bis ins Detail’, erklärt Richard Staab seine Arbeitsmethode. ‚Es kann geschehen, dass ein Gedicht mal richtig fließt oder dass ich es immer wieder umbauen muss. Manchmal entsteht die Aussage erst durch das Arbeiten mit der Sprache’. Seit etwa drei Jahren ist Staab Schriftsteller. ‚Ich bin wieder zu dem zurückgekommen, was mich früher beschäftigt hat. Bei mir ist die literarische Ader wieder durchgebrochen.’
Doch mit Literatur befasste sich der studierte Germanist, Politologe und Historiker schon immer. ‚Literatur im passiven Sinne, also als Leser, begleitet mich das ganze Leben.’ Lange lebte er in München und war bei einer Stiftung als Studienberater angestellt. Vor fünf Jahren kam er mit seiner Frau Angela nach Schwachhausen.
‚Wir lieben das Wasser, das Meer’, sagt Richard Staab. Die Nordsee, die Ostsee und der Atlantik tauchen in seinen Gedichten auf. Die schwere Ölpest in Nordspanien inspirierte ihn zu dem Gedicht ‚Der Tod ist eine andere Rasse’. Er beschreibt den Kampf der mit Öl überzogenen Vögel, die schließlich als Kadaver im Sand enden.
Richard Staab veröffentlichte seine Gedichte bislang in mehreren Bremer und anderen Anthologien. ‚Perfekte Welt’ ist sein erster eigener Band.
Zurzeit arbeitet der Schriftsteller an Erzählungen. ‚Schreiben beschäftigt meinen Geist ständig’, erklärt er. Jeden Tag sitzt er daher am Schreibtisch.“
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