Nichts bleibt von Willi Achten, 2017, PendragonNichts bleibt.
Roman von Willi Achten (2017, Pendragon).
Besprechung
von JD aus der NRZ vom 28.08.2017:

Dauerjagd

Willi Achten hat nicht gerade wenig Storys in seinen Krimi "Nichts bleibt" gepackt: die Seelennarben eines Kriegsfotografen und die Vogelallergie eines kleinen Jungen, der seine Brieftauben über alles liebt, Eifersucht und Eheknast, Rache, eine Vater-Sohn-Tragödie mit einem Einbruch im winterlichen Eis, das Drama eines alten Mannes als Pflegefall und die abstrusen Ideen eines reichlich durchgedrehten Aktionskunst-Duos. Am Ende der Dauerjagd wird es sogar noch zu einem Drama in den Alpen kommen, das wie so vieles in diesem Thriller eine Runde zu viel um den Berg dreht.

Erzählen kann Achten ohne Zweifel, grandios genau sind seine Naturschilderungen, selten hat man so viel botanische und ornithologische Achtsamkeit in einem Buch der Spannungsliteratur erleben dürfen. Aber auch hier hätte der Einsatz von Sparsamkeit an so mancher Stelle ein wirkliches großes Buch ergeben.

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