Monolog in
Schwarz.
und andere dunkle Erzählungen von Herbert
Rosendorfer (2007, Langen
Müller).
Besprechung von Alexander Altmann aus den Nürnberger
Nachrichten vom 8.8.2007:
Flache Bellknaller und
grunzartige Kläffung
Rosendorfers skurriles Universum
Mit den Namen fängt es an: Wenn Figuren in einer
Erzählung Gschwindhuber oder Hasenöhrl heißen, dann sind das ja eher harmlose
Normabweichungen. Aber allmählich tauchen dann auch noch Klosett-Ingenieure,
Elektro-Vetter sowie andere seltsame Gestalten auf. Und wenn schließlich sogar
das Hundegebell klassifiziert wird, bei dem «grunzartige Kläffungen» penibel
von «Hinschmetterungen flacher Bellknaller» zu unterscheiden sind, dann ist
man endgültig eingetaucht in das skurrile Paralleluniversum von Herbert
Rosendorfer.
«Monolog in Schwarz» heißt das jüngste Buch des pensionierten Richters und
Erfolgsautors. Dass Rosendorfer aber nicht nur ein heiterer Briefeschreiber in
die chinesische Vergangenheit ist, sondern auch ein Faible fürs leicht
Abseitige hat, belegen die «dunklen Erzählungen" einmal mehr. In dessen
besten Stücken balanciert der Autor auf dem schmalen Grat eines zunächst
harmlosen schwarzen Humors, der jeden Augenblick ins Wahnhafte umkippen kann.
So wie in der Geschichte «Der Totbeter», wo ein Staatsanwalt
die Kunst erlernt, unliebsame Mitmenschen (oder Schäferhunde) durch reine
Geisteskraft ins Jenseits zu befördern. Und wie viele lästige Zeitgenossen ihm
ständig begegnen, merkt er erst jetzt, als plötzlich Leichen seinen Weg
pflastern, weil er reihenweise Verkehrsrowdys, Talkshow-Politiker oder
Zollbeamte totgebetet hat.
Die vollständige
Besprechung von Alexander
Altmann finden Sie unter Nürnberger
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