Mein Vater, die
Deutschen und ich.
Aufsätze, Vorträge, Interviews von Jurek
Becker (2007, Suhrkamp).
Besprechung von Manfred Papst in Neue
Zürcher Zeitung vom 4.11.2007:
Der deutsche Erzähler und Drehbuchautor Jurek Becker (1937–1997) stammte aus dem polnischen Lodz, überlebte als
Kind Ghetto und Konzentrationslager und kam 1945 mit seinem Vater nach Ostberlin, wo er bis 1977 blieb. Hier
gelangte er als Schriftsteller zu Ruhm, siedelte dann aber nach Westberlin über.
Sein Erstling, «Jakob der Lügner», blieb der beste seiner insgesamt sieben Romane.
Becker war ein unprätentiöser, aber
exakter und anschaulicher, dem mündlichen Sprachfluss verpflichteter Erzähler
– und zudem ein wacher politischer Kopf. Davon zeugen seine Poetikvorlesungen,
seine Aufsätze, Vorträge und Interviews, so etwa der Schlüsseltext «Mein Judentum». Eine erste Auswahl
dieser kleinen Schriften erschien 1996 im Band «Ende des Grössenwahns»; Christine Becker, die Witwe des Autors,
legt nun eine massgeblich erweiterte Sammlung der stets konkreten, undogmatischen
und deshalb nach wie vor höchst lesenswerten Texte vor.
[...diese und weitere Besprechungen
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