Magische Blätter.
von Friederike Mayröcker
(2001, Suhrkamp).
Besprechung von Michael
Lentz in Neue Züricher
Zeitung vom 27.10.2001:
Mayröcker lesen. Mayröcker sehen. Mayröcker hören. Anstiftung zur Poesie. Gedichte, Prosa (darunter auch Reaktionen auf Musik und bildende Kunst), Briefe, Notizen, Fragmente, Theater («Arie auf tönernen Füszen», 1972), Zeichnungen, Hörspiele und - wunderbare Kinderbücher, wie z. B. «ZITTERGAUL»: «ES GIBT EIN VÖGLEIN // es gibt ein Vöglein / in meiner Schallplatte / das fliegt immer im Kreis / hell und ohne Stimme: vielleicht ist es eine / Lerche.»
Ihre Zeichnungen und Bildgedichte seien «Spontangedichte mit Bleistift oder Filzstift, Kritzeleien ohne jeglichen Formenreichtum», «unerhebliche Randbemerkungen» nach oder während der «Hauptarbeit», «etwas wie Ausruhen, Atemholen». Sie mag das so sehen. Zeichnungen wie «Empfindliche Träume» aus dem Jahr 1990 sind in ihrer Fragilität und Anrührung vor allem eins: ganz und gar bezaubernd....Fortsetzung
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