Klaras Geschichte.
Roman von Michael Klaus (2001, Arena).
Besprechung von Hans-Jörg Loskill in der WAZ, vom 27.10.2001:

Der Autor Michael Klaus erzählt Klaras Geschichte
Überleben - in einer Welt aus Briefen

Eine Auszeichnung hat dieses Buch schon. Klaras Geschichte wurde in die Schönsten Bücher des Jahres aufgenommen. Doch Michael Klaus Roman hat auch andere Vorzüge. Der Gelsenkirchener Autor wählt einen lyrischen Text von Durs Grünbein als Einstieg für seine Erzählung. Ein Dreijähriger erschießt seinen neunjährigen Bruder in Philadelphia. . . Klaus holt diesen Vorfall nach Deutschland. Klara ist seine Heldin, die den familiären Haushalt schmeißt, nachdem sich die Mutter vom Acker gemacht hat. Vater ist bankrott, ein Verlierertyp. Klara verknallt sich in einen Gauner, bemüht sich um einen Job im Filmpark. Und plötzlich brennt das Haus ab, in dem sie wohnt. Alle werden gerettet. Klara hat Glück gehabt. Wie lange wird es dauern? Klaus lässt vieles offen. Ist alles Fiktion? Verschwimmen Realität und Traum bei dem Mädchen, das sich in Briefen eine Welt schafft? Die 15-jährige Klara mitten aus dem Revier fasziniert - weil sie anders ist, weil sie sich nicht geschlagen gibt, weil sie Groteskes gegen Erdrückendes ausspielt.

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