Kalewala.
Epos von Elias Lönnrot (2004, Jung und Jung - Übertragung Gisbert Jänicke).
Besprechung von A.Kl. in Neue Zürcher Zeitung vom 27.04.2004:

Finnlands Homer

Endlich liegt nun mit dem «Kalewala»-Epos ein Hauptwerk der finnischen Literatur in einer vorzüglichen und zeitgemässen Neuübersetzung vor. Drei Jahre lang feilte der Übersetzer Gisbert Jänicke an seinem Werk. Wir tauchen ein in die Epoche der Romantik, als in Kareliens Wäldern der Arzt Elias Lönnrot alte Verse sammelte, auf deren Grundlage er das «Kalewala» schuf, das nach dem Verständnis der Zeit die Finnen als ein hoch entwickeltes Kulturvolk auswies. Auf mehreren Sammelreisen zeichnete er in den 1820er Jahren Zehntausende von Versen auf, die mündlich von Generation zu Generation weitergegeben worden waren. Da ihm die Sänger an verschiedenen Orten immer wieder Bruchstücke desselben Inhalts vorsangen, glaubte er sich einer uralten Epopöe auf der Spur, einem kollektiven, im Volk entstandenen und vom Volk tradierten Heldenepos. Lönnrot sah sich berufen, die Rolle eines neuen, eines finnischen Homer zu übernehmen. Er formte den Rohstoff zu Liedern lyrischen, beschwörenden und vor allem epischen Inhalts. Die erste Version von 1835 umfasste 12 000 Verse, die zweite Fassung von 1850 deren 22 000....Fortsetzung

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter nzzonline.jpg (1303 Byte)]

Leseprobe I Buchbestellung I home I 0504 LYRIKwelt © NZZ