1.)
- 2.)
Im
Winter der Löwen.
Roman von Jan Costin Wagner (2009,
Eichborn).
Besprechung von Sylvia Staude in der Frankfurter Rundschau,
30.01.2009:
Auf Nebenspuren
Jan Costin Wagners neuer
Finnland-Krimi
[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter
]
Leseprobe I Buchbestellung 0209 LYRIKwelt © Frankfurter Rundschau
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2.)
Im
Winter der Löwen.
Roman von Jan Costin Wagner (2009,
Eichborn).
Besprechung von Annette Wieland in der
Westf.
Rundschau, 15.04.2009:
Prominente skandinavische Kommissare kommen in der Regel aus
Dänemark und Schweden. Aber auch in Norwegen und Finnland wird gemordet. Dort
sind meist etwas kauzige, ältere Ermittler im Einsatz, die auf eigenwillige Art
ihre Kriminalfälle lösen. In diese Reihe passt Kommissar Gunnarstranda aus
Norwegen ohne weiteres, während sein Kollege Kimmo Joentaa aus Finnland schwerer
einzuordnen ist.
Der Norweger Kjell Ola Dahl lässt in „Blutfeinde" seinen Kommissar Gunnarstranda
zum sechsten Mal in Oslo ermitteln. Ein Polizist, an des-sen Suspendierung
Gunnar-stranda beteiligt war, wird ermordet. Erst mit der Aufklärung betraut,
dann ins zweite Glied gestellt, wird er schließlich vom Fall abgezogen, weil die
Kollegen ihm nicht vertrauen. Nun soll er mit seinem alten Kollegen Frohlich im
Vermisstendezernat verschwundene Personen ausfindig machen.
Aber nicht Gunnarstranda! Als er feststellt, dass Verbindungen zwischen einem
Vermisstenfall und dem Mord bestehen, beginnt er, wie zu erwarten, auf eigene
Faust zu ermitteln - hart an der Grenze des Erlaubten. Spannend und nicht
vorhersehbar nehmen die Ermittlungen ihren Lauf.
Nicht vorhersehbar ist auch der Handlungsverlauf in „Im Winter der Löwen" von
Jan Costin Wagner, einem tatsächlich deutschen Autor, dem man den Finnen aber
ohne weiteres abnimmt. Sein Protagonist, Kimmo Joentaa, schwebt förmlich durch
das Geschehen. Ein Gerichtsmediziner und ein Puppenbauer werden ermordet.
Bindeglied zwischen beiden ist eine Fernsehshow, in der sie gemeinsam zu Gast
waren. Als auf den Moderator dieser Sendung ebenfalls ein Anschlag verübt wird,
kommen die kriminalistischen Steine ins Rollen.
Erzählt wird in mehreren Strängen, wobei das Privatleben des Ermittlers wie auch
der Täterin ausgebreitet wird. Wer es ist, wird schon nach wenigen Seiten klar,
nur das Warum erschließt sich erst ganz zum Schluss. Die Story strahlt eine
selbst für skandinavische Verhältnisse seltsame Kühle aus.
Während Dahls Kommissar durch das Geschehen prescht, wirkt Wagners Joentaa
manchmal etwas zaghaft. Beide Bücher jedoch sind für Krimiliebhaber- und
liebhaberinnen eine Bereicherung. Fortsetzungen erwünscht!
[...diese und weitere Besprechungen finden Sie in www.westfaelische-rundschau.de]
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