Im Feuer der Smaragde von Patricia Shaw, 2004, KnaurIm Feuer der Smaragde.
Roman von Patricia Shaw (2004, Knaur).
Besprechung von Ursula Silvester für die Rezensionen-Welt, 04/2004:

Der Roman spielt in der Heimat der Autorin, und zwar in Australien zur Zeit der Besiedlung durch die Engländer. Die Geschichte dreht sich um einen entflohenen Sträfling – Jack Drew - , der lange Zeit bei den Aborigines im Outback lebte und dann wieder in die Zivilisation zurückkehrt.

Drew wird in die Konflikte und Kämpfe zwischen den Siedlern und den Aborigines hineingezogen, und wird dabei aufgrund seiner Kenntnisse des Busches und der Sprache der Aborigines zum Vermittler zwischen den Buschies und den Siedlern. Er schwebt dabei laufend in Gefahr, da er zum Teil sowohl von den Eingeborenen als auch von den Zuwandern nicht als einer von den Ihren angesehen wird, sondern nur zu deren jeweiligen Vorteil geduldet wird.

Die Autorin vermittelt mit diesem Roman einen Einblick über die Situation der Besiedlung, zeigt die verschiedenen Einstellungen der Siedler auf und stellt offen die Rücksichtslosigkeit der Engländer dar, die der Meinung waren, das Land gehöre ihnen und die Aborigines seien nur Wilde, die zu vertreiben wären.

Obwohl das Buch anfangs etwas langweilig wirkt, wird es im Laufe des Geschehens immer interessanter zu Lesen, nicht nur aufgrund der verschiedenen Geschehnisse, sondern auch aus dem Blickwinkel heraus, wie denn nun die Differenzen zwischen Eingeborenen und Zuwanderern beseitigt werden können.

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Leseprobe I Buchbestellung 0404 © Ursula Silvester