Herr Aurich.
Erzählung von Monika
Maron (2001, S. Fischer).
Besprechung von Martin Krumbholz in Neue
Züricher Zeitung vom 11.09.2001:
Amt
und Bedeutung
Monika Marons Novelle «Herr
Aurich» neu aufgelegt
Über das Ableben der DDR herrscht allgemeine Befriedigung. Als die Schriftstellerin Monika Maron ihre Novelle «Herr Aurich» schrieb (1982), gab es die DDR noch; und jetzt, postum, liegt die Versuchung nahe, Erich Aurich geradezu als Sinnbild und Personifikation des untergegangenen Staates zu betrachten. Der Mann trägt alle Eigenschaften gebündelt in sich, die uns die DDR und ihre Funktionäre (und die aller ähnlichen Systeme) so verhasst gemacht haben: Engherzigkeit, Spiessigkeit, Opportunismus. Er stirbt an dreifachem Herzinfarkt, mit 57 Jahren, von niemandem betrauert...Fortsetzung
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