Herr Adamson von Urs Widmer, 2009, Diogenes

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Herr Adamson.
Roman von Urs Widmer (2009, Diogenes).
Besprechung von Roman Bucheli in Neue Zürcher Zeitung vom 22.8.2009:

Schief geht der Mensch durch die Welt
Urs Widmers Roman «Herr Adamson» ist eine derb-krause Etüde auf das Sterben

Urs Widmer ist der Zappelphilipp der Gegenwartsliteratur. Kaum einer versteht sich besser auf die Kunst der Übertreibung, wenige sind einfallsreicher und verwegener im Ersinnen von immer halsbrecherischeren Achterbahnen für ihre Romanhelden; doch wo das Gelächter am lautesten wird, schwindet der Boden unter den Füssen, und wenn es sprachlich derb wird, klingen unversehens die Obertöne der Poesie an. Urs Widmer schreckt bei solchen Exzessen vor nichts zurück. Seine Ausdrucksweise kann nie stark genug sein: Immerzu dröhnt etwas; ist etwas gross, dann muss es «unfassbar riesig» sein; natürlich kann die Nacht nichts als schwarz sein, und geht es einem gut, dann «glüht er vor Glück» – und über dem schönen Stabreim glühten vielleicht auch dem Autor vor Glück die Ohren.

Haarsträubendes

Was der Sprache recht ist, kann dem Helden eines solchen Romans nur billig sein: Auch ihm mutet sein Schöpfer zu, von fast jedem Schlund verschlungen und in fast jeden Abgrund gerissen zu werden. In «Herr Adamson», Urs Widmers jüngstem Roman, gerät der Ich-Erzähler als Achtjähriger mutwillig ins Reich der Toten. Einem Dante ähnlich lässt er sich aus dem Paradiesgarten seiner Kindheit in die schleimige Welt der Verstorbenen locken, die zur angenehmeren Hälfte dem «Inferno» der «Divina Commedia» nachempfunden scheint, zur unbequemeren Hälfte aber den dunklen Gegenden von Tolkiens Mittelerde gleicht. Immerhin aber wird der Held bei Widmer in einem mykenischen Olivenhain wieder an die Oberwelt ausgespuckt und von einem freundlichen griechischen Polizisten auf dem Gepäckträger seines Fahrrads und buchstäblich in Windeseile nach Basel und zu seinen Eltern gefahren. Das Abenteuer hat keine zwei Tage gedauert. Dennoch lässt den Eltern die Erklärung für sein Ausbleiben die Konsultation eines Psychiaters für dringlich nötig erscheinen.

Solches und ähnlich Haarsträubendes sind Widmer-Leser gewohnt. Aber sprachlicher Furor und überdrehte Handlungen laufen hier nicht einfach ins Leere des Klamauks. Sie gehorchen einer inneren Mechanik dieses Erzählens, das nie zur Ruhe kommen darf und jeder gelungenen dramatischen Pirouette eine noch kühnere folgen lassen muss. Denn Stillstand bedeutete Tod. Und weil das Erzählen einmal ans Ende kommen muss, führen alle Geschichten zuletzt in den Tod. An seinem Todestag spricht Urs Widmers Protagonist für seine Enkelin einiges aus seinem Leben auf Band (es ist das Buch, das wir in den Händen halten). Solange er redet, lebt er. Als er mit seinen Schilderungen in der Gegenwart ankommt, bei seinem 94. Geburtstag und dem darauffolgenden Tag, als er davon erzählt, wie er in den Garten der Kindheit zurückgekehrt ist und hier aus seinem Leben berichtet, holt ihn die Zeit ein. Dem letzten Satz fehlt der Punkt. Das letzte Wort lautet: «Jetzt». Das liest sich durchaus doppelsinnig. Es meint den Augenblick des eintretenden Todes, und es bedeutet zugleich, in einem poetologischen Sinn, das Ende aller Geschichten, wenn diese in Echtzeit der Gegenwart habhaft zu werden versuchen. An dem Wörtchen «jetzt» verschluckt sich der Erzähler.

Aber Urs Widmer verschleiert nicht, worauf seine Geschichte zuläuft. Auf der ersten Seite ahnt, wer will, wie der Hase läuft. Vier Geschenke legt der Autor seinem Helden zum 94. neben die Geburtstagstorte: Die Ehefrau überreicht ihm ein «miniaturkleines Boot», in dessen Heck «ein schwarzer Fährmann mit einem Ruder in den Händen stand». Von der Tochter erhält er ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift «Gute Reise», und die Enkelin schenkt ihm ein Brot und eine Flasche Wein als Wegzehrung. Ein Pflock, wer nicht merkt, wohin diese Reise gehen soll!

Und weil es Urs Widmer immer knüppeldick liebt, folgt auf diesen kurzen Prolog eine Rückblende ins Jahr 1946. Da war der Held gerade achtjährig (übrigens decken sich seine Lebensdaten mit denen seines Autors), und wir sehen ihn im verwunschenen Garten des Nachbarhauses den Navajo-Indianern nacheifern, ehe er vor Schreck erstarrt: «Herr Adamson stand so jäh vor mir, als sei er vom Himmel gefallen.» Das stimmt immerhin zur Hälfte oder annäherungsweise. Denn es erweist sich allmählich, dass Herr Adamson (Jahrgang 1878) zwar nicht von den Toten auferstanden ist, aber jedenfalls aus der Unterwelt heraufsteigen und sich seinem «Nachfolger» zu erkennen geben kann. Ein Nachfolger sei, das erklärt Herr Adamson seinem jugendlichen Freund alsbald, jener Mensch, der im Augenblick des Todes eines anderen geboren werde. Er, der jugendliche Held und Erzähler des Romans, sei also genau dann geboren worden, als Herr Adamson gestorben sei; ihm, Adamson, werde es dereinst auch obliegen, ihn abzuholen, wenn seine letzte Stunde geschlagen hat.

Nicht genug damit, lässt Urs Widmer sein erzählerisches Alter Ego auf den kindlichen Erkundungstouren einen makabren Fund machen: Nach einer Rutschpartie in einer Kiesgrube muss er nicht nur sich selber wieder ausgraben, sondern fördert auch noch gleich einen Knochen («schwer wie ein Baumstamm») zutage, den er fachkundig einem Mammut zuordnet. Diesen Knochen wird er nun auf allen seinen Wegen mit sich tragen. Noch im hohen Alter geht er nicht ohne seinen Knochen vors Haus. Er ist sein Talisman und sein Menetekel. Als grotesk Gezeichneter wandelt er darum durchs Leben, dessen Bestimmung er zeichenhaft mit sich herumschleppt.

Die Geschichte hinter der Geschichte

Es folgt denn in diesem wunderlichen Buch, das nicht ganz so poetisch ist wie «Der blaue Siphon» (1992), dafür aber alles Bisherige in der burlesken Ausschmückung übertreffen zu wollen scheint, noch manches Phantastische und Verschrobene, dass es nicht erstaunen kann, wenn der Kleine einmal mit einer «Hirnhautreizung» darniederliegt. Aber je enthemmter Widmer das Geschehen und die Figuren ins Groteske verzerrt, je gewaltiger seine Sprache «dröhnt», desto genauer sollte man hinschauen und hinhören auf das, was von dem Lauten und Schrillen niedergebrüllt zu werden droht. Und hier entfaltet sich dann die Geschichte noch einmal ganz anders, stiller, eindringlicher. Sie erzählt davon, dass der Mensch mitten im Leben von Verstorbenen umgeben ist und immer schon mit einem Bein im Reich der Toten steht; schief gehe er darum durch die Welt – so schief wie Mick, des Erzählers Jugendfreund, der einmal «schräg in die Luft gelehnt» mit einem Eimer voll gestohlenem Zement das Weite sucht.

Wie noch fast jedes Buch von Urs Widmer, so ist auch dieses, selbst in seiner kraftstrotzenden Gestik, ein heiteres Memento mori. Und wie so manches Buch zuvor moduliert auch dieses einmal mehr und wieder neu das Lied von der magischen Kraft des Erzählens. Auch der Geschichtenerzähler wird zwar sterben im Augenblick, da er «jetzt» zu sagen nicht mehr unterlassen kann, im Erzählten aber wird er fortdauern, jenen zum Ergötzen, die weiterhin schief im Leben stehen.

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Herr Adamson von Urs Widmer, 2009, Diogenes2.)

Herr Adamson.
Roman von Urs Widmer (2009, Diogenes).
Besprechung von Alexander Altmann im Münchner Merkur, 18.9.2009:

Höllenfahrt ins Totenreich

Am besten war Urs Widmer immer schon, wenn er tief in die Mottenkiste griff. Die Schätze aus dem globalen Mythen-Reservoir, die er da hervorholte, verrührte der Schweizer Autor zu augenzwinkernden Beschwörungen des kollektiven Unbewussten.

Sein neuer Roman „Herr Adamson“, in dem sich abendländisches Kulturgedonner und infantile Wildwestromantik mischen, ist endlich wieder einmal ein solches Ragout des postmodernen Wahnwitzes.

Dabei wirkt der Anfang so gemütlich, wie man’s von einem Schweizer erwartet. Die Geschichte beginnt mit einer Kindheits-Idylle aus dem heißen Jahrhundertsommer 1946. Ein achtjähriger Basler Bub mit Feder im Haar spielt im verwilderten Nachbarsgarten, er sei der Navajo-Häuptling „Rasender Hirsch“. Doch plötzlich erscheint ihm ein freundlicher Geist, ein alter Schwede aus dem Totenreich, der sich Knut Adamson nennt und erzählt, dass er zu Lebzeiten mit dem Troja-Entdecker Heinrich Schliemann Mykene ausgegraben, aber nebenbei der jungen Frau Schliemann ein Kind gemacht habe.

Bis klar wird, was dieser verjährte Seitensprung im Archäologen-Milieu mit dem rätselhaften Lederkoffer zu tun hat, den der Junge für Herrn Adamson aus einem Abbruchhaus holt, ist aus der Idylle längst eine Geisterbahn der Archetypen geworden.

Unmerklich kippt die jugendfreie Abenteuer-Story in eine bizarre Höllenfahrt, und im Kontrast zur harmlosen Kinderbuch-Kulisse, die der Autor erst aufbaut, wirkt dieser düstere Hades-Trip so verstörend, dass er Dantes Inferno wie eine bequeme Hauspantoffel-Unterwelt erscheinen lässt. Versehentlich gerät der kindliche Held nämlich zusammen mit dem Geist von Herrn Adamson ins Totenreich, wo er auf „schuhbreiten“ Pfaden an gähnenden Abgründen entlangbalancieren muss oder ins nachtschwarze Nichts hineinstürzt, in raumlose Stille und dröhnendes Verzweiflungsgeheul.

Auf jeden Fall ist der Orkus des Grauens gerade in seiner albtraumhaft-abstrakten Gestaltlosigkeit so verblüffend plastisch geschildert, dass diese Passage sicher zum Stärksten (und Erschreckendsten) gehört, das Widmer je geschrieben hat. Zumal natürlich schön unklar bleibt, ob die Höllenfahrt des kleinen Helden vielleicht eine Reise in den „schwarzen Kern“ seines Inneren war, in den er „noch nie hineingeblickt hatte“.

Ausgerechnet in Mykene kommt er aus dem Schattenreich wieder ans Tageslicht – um von einem griechischen Polizisten per fliegendem Fahrrad in die Schweiz zurücktransportiert zu werden. Aber eben das macht ja den Reiz von Urs Widmers besten Geschichten aus, dass sie die Komik und den Schrecken des Absurden stufenlos ineinander übergehen lassen. Nach seinem eher kümmerlichen Roman „Ein Leben als Zwerg“ erweist sich der Autor diesmal wieder als Riese surrealer Fabulierkunst. Mit seiner neuesten Gespenster-, Indianer- und Ausgrabungs-Story legt der Schweizer Literatur-Häuptling Widmer eine herrlich groteske Archäologie der Seelenabgründe vor.

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Herr Adamson von Urs Widmer, 2009, Diogenes3.)

Herr Adamson.
Roman von Urs Widmer (2009, Diogenes).
Besprechung von Steffen Radlmaier aus den Nürnberger Nachrichten vom 30.09.2009:

Die Toten sind mitten unter uns
Urs Widmer stellt seinen Roman «Herr Adamson« im Nürnberger Literaturhaus vor

Der Schweizer Schriftsteller Urs Widmer (71) eröffnet am 2. Oktober das bislang sehr überschaubare Herbstprogramm im Nürnberger Literaturhaus (Luitpoldstr. 6): Um 20 Uhr stellt er dort seinen neuen Roman «Herr Adamson« vor.

Vom Paradiesgarten der Kindheit in die schreckenerregenden Abgründe der Unterwelt, von Basel nach Mykene, von der Antike in den Wilden Westen - Urs Widmer schickt seine Leser diesmal auf eine Höllenfahrt durch Zeit und Raum. In diesem überbordenden Schelmenroman, der auch Groteskes, Märchen, Mythen, Abenteuergeschichten zitiert, geht es um ein ernstes Thema: Die Konfrontation mit dem eigenen Tod, beschrieben aus der Perspektive eines Kindes.

Die Geschichte beginnt und endet am Freitag, 22. Mai 2032, einen Tag nach dem 94. Geburtstag des Ich-Erzählers in Basel. (Nicht ganz zufällig decken sich die Lebensdaten mit denen von Urs Widmer.) Der alte Mann sitzt im Garten und spricht seine Lebenserinnerungen für seine Enkelin in ein Aufnahmegerät. Eine zentrale Rolle bei diesem Rückblick spielt der kahlköpfige Herr Adamson, ein Schwede aus dem Reich der Toten. Der Ich-Erzähler war ein kleiner Junge von acht Jahren, als er Herrn Adamson zum ersten Mal begegnete.

Unglaubliche Abenteuer

Dass es sich bei dem freundlichen Herrn um einen guten Geist handelt, wird dem Jungen erst allmählich klar: Andere Menschen können Herrn Adamson nämlich weder sehen noch hören. Urs Widmer entwickelt eine ziemlich komplizierte Theorie vom Leben nach dem Tode und von dem Band, das die Verstorbenen mit den Nachgeborenen verbindet. Jedenfalls erleben die beiden ungleichen Weggefährten schier unglaubliche Abenteuer. Am beeindruckendsten ist der Absturz des kleinen Jungen in die Unterwelt (oder ins Unterbewusstsein?), die sich als ein Albtraum der schlimmsten Art entpuppt.

Die sorgfältig konstruierte Geschichte wird mit der Zeit immer abstruser: Durch einen Notausgang kann sich der Junge aus dem Hades retten und landet im sagenhaften Mykene. Herr Adamson gesteht, dass er bei den Ausgrabungen 1876 mit der Frau von Heinrich Schliemann eine Affäre hatte, die nicht ohne Folgen blieb. Erst viel später, bei den letzten Navajos in den USA wird das Familiengeheimnis gelüftet.

Gewagte Konstruktion

Nur mit großer Mühe kriegt Urs Widmer die Kurve zu den Navajos, die Brüche in der gewagten Romankonstruktion sind nicht zu übersehen.

Nach den autobiografisch gefärbten Büchern «Der Geliebte der Mutter« und «Das Buch des Vaters« schreibt Widmer hier gegen seine Todesängste an. Das tut er mit surrealer Fabulierlust und aberwitziger Fantasie. Einen kleinen Trost hat er am Ende parat: Liebe kann (zumindest zeitweise) Leben retten.

Den vollständigen Artikel mit Abb. von Steffen Radlmaier finden Sie unter Nürnberger Nachrichten

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Herr Adamson von Urs Widmer, 2009, Diogenes4.)

Herr Adamson.
Roman von Urs Widmer (2009, Diogenes).
Besprechung von Britta Heidemann in der WAZ vom 7.12.2009:

Homer mit Humor
Der Schweizer Autor Urs Widmer skizziert in seinem Lebensreisebericht "Herr Adamson" die aberwitzigen Seiten von Leben und Tod - und begegnet so dem Skandal der eigenen Sterblichkeit.

Einer aberwitzigen Odyssee gleichen seine Romane. Kaum einer hat wie Urs Widmer die Poesie des Skurrilen besungen, sich selbst derart stilisiert als einen verschmitzten Handlunsgreisenden: ein Homer mit Humor.

Das kommt, weil Urs Widmer aus der Schweiz kommt: aus einem kleinen Land mit engen Grenzen also, das sich selbst zuweilen allzu ernst nimmt (und bei fremden Klängen weghört). Und so läasst sich Widmers aktueller Roman, der als Essenz seines Lebenswerks daherkommt, auch lesen wie eine todernste, klamaukige Abrechnung mit der Heimat.

Die Geschichte beginnt am 22. Mai 2031: Am Tag vorher hatte der Ich-Erzähler Geburtstag (und hätte auch Urs Widmer Geburtstag, der am 21.Mai 1938 in Basel geboren wurde). Nun wartet er in einem Garten darauf, dass ein gewisser Herr Adamson kommt - um ihn abzuholen. Bald ahnen wir, wohin die Reise gehen soll.

Der Erzähler spricht seiner Enkelin ja die ganze Geschichte auf einen Rekorder. Wie er als Achtjähriger Herrn Adamson zum ersten Mal begegnete, 1946 und hier im Garten!, und dieser ihm die Physik des Jenseits erläuterte: "Ich und du haben uns auf Erden abgelöst. Wie in einem Stafettenlauf ohne Stab. Ich bin dein Vorgänger. Du bist mein Nachfolger. Mich kannst du sehen. Alle anderen Toten siehst du nicht." Der Erzähler erzählt, warum Herr Adamson sich dem Achtjährigen zeigte, welche Mission dieser für ihn erfüllen sollte und auf welche Weise er später Herrn Adamsons Enkelin Bibi begegnete. Welche Rolle Heinrich Schliemann spielte. Warum der Junge die Sprache der Navajo-Indianer lernte - so viele Salti macht Widmers Lebensreisebericht, dass jede Nacherzählung mit gebrochenen Ohren enden müsste.

Einmal gerät der Junge selbst unfreiwillig ins Totenreich, Herr Adamson führt ihn heraus - da stehen sie plötzlich in der historischen Stätte Mykene. Ein griechischer Polizist bringt den Jungen flugs zurück nach Basel zu den Eltern, auf dem Fahrrad. In Widmers Welt sind Unmöglichkeiten selbstverständlich.

In vergangenen Romanen hat der Schweizer Autor bereits seine eigene Biografie tollkühn zerpflückt: "Der Geliebte der Mutter", "Das Buch des Vaters", "Das Leben als Zwerg" sind ein Mutter-Vater-Kind-Spiel aus der Parallelwelt der Fiktion. Nun entzieht sich Widmer dem Skandal der eigenen Sterblichkeit, indem er ihr vorgreift. Seine Reise führt ihn weit hinaus aus dem kleinen Land mit den engen Grenzen: das da Leben heißt.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.waz.de]

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