Hard-boiled.
Hard luck.
Erzählungen von Banana
Yoshimoto (2004, Diogenes - Übertragung Annelie Ortmanns).
Besprechung von Fritz Popp bei Rezensionen-online
*bn*:
Zwei Geschichten vom Sterben, Abschiednehmen und Weiterleben. (DR)
Ob man trotz Tod und Trennung glücklich leben kann, damit setzen sich die beiden Geschichten auseinander. Ziemlich abgebrüht, eben "hard-boiled" gibt sich eine junge Frau. Doch die "Gespenster der Vergangenheit" lassen sie wortwörtlich nicht los. Während einer Wanderung und in der darauffolgenden Nacht in einem seltsamen Hotel wird sie damit immer wieder konfrontiert. Seltsame Ereignisse und Geistererscheinungen und eine Nacht mit nicht enden wollenden Träumen zwingen sie zur Auseinandersetzung mit ihrer ehemaligen, verstorbenen Geliebten. Und in der zweiten Geschichte geht es um das Weiterleben noch vor dem endgültigen Ableben der Schwester, die ins Koma gefallen ist: Die Protagonistin erlebt mit ihrer Familie das langsame Verlöschen der Lebensfunktionen, muss sich mit den verschiedenen Formen der Reaktion auseinandersetzen und lernt am Bett ihrer sterbenden Schwester einen Mann kennen, mit dem eine Beziehung möglich werden könnte. Yoshimoto schildert eindringlich, plastisch und präzise innere und äußere Vorgänge. Der erste Text wirkt etwas zu konstruiert. - "Schwere Kost" leicht serviert. Gerne empfohlen.
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