Halbschwimmer von Katja Oskamp, 2003, Ammann

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Halbschwimmer.
Erzählung von Katja Oskamp (2003, Ammann).
Besprechung von Hans-Joachim Neubauer in Rheinischer Merkur vom 9.10.2003:

Katja Oskamp erzählt von den seltsamen Wegen des Älterwerdens
Rinnsal zwischen Pflastersteinen

„Der Hamster meiner Kindheit hieß Rolf.“ So lapidar, so gelassen beginnt das Debüt der 1970 in Leipzig geborenen Erzählerin Katja Oskamp. Wie jeder klare, gute Satz, so wirft auch dieser Fragen auf: Gibt es einen Hamster nach der Kindheit? Warum Rolf? Wer erzählt hier? So viel sei schon jetzt verraten: Wer „Halbschwimmer“ liest, erhält auf alle diese Fragen eine Antwort.

Das Buch kommt zurückhaltend daher, auf eine freundliche Art diskret. Das fängt damit an, dass eine Genrebezeichnung fehlt. „Dies ist kein Roman“, scheint das zu bedeuten. Und vielleicht stimmt das auch. So weist am Ende des Bandes ein Inhaltsverzeichnis auf die einzelnen Erzählungen hin. Sie tragen Titel wie „Rolf und Mucki“ oder „Der Brief“, und jede von ihnen lässt sich unabhängig von den anderen lesen. Dennoch zeigt sich bald, dass sie zusammenhängen wie die verschiedenen Kapitel eines Lebens.

Sie erzählen die Geschichte des Mädchens Tanja, sie berichten von ihrem Heranwachsen, von den Eltern und Großeltern, von der ersten Liebe und von der zweiten, von der Arbeit, von den Freunden. So gesehen wäre dieses Buch ein ganz normales und eben das, was allzu oft und allzu salopp als Zeitroman verkauft wird. Doch „Halbschwimmer“ ist alles andere als salopp oder normal. Das liegt an den Geschichten dieses Buches, kleine, scharf pointierte Begebenheiten, in denen jedes mitgeteilte Detail Bedeutung für das Geschehen erhält.

Hier ist nichts gekünstelt, hier wird nichts aus reiner Lust am Kolorit gesagt. Umso kräftiger wirken die sorgfältig gesetzten Details: „Die Milch tropfte auf die Straße, ein Rinnsal zwischen Pflastersteinen“, sieht das Kind, dessen geliebter Großvater soeben gestorben ist. Die Erzählerin Oskamp versteht sich auf die seltene Kunst des Weglassens.

So kreist jede Geschichte um einen szenischen, plastisch vorgestellten Kern. Was erzählt wird, dient nicht einer Behauptung, einer These, einem diskursiven Substrat, sondern entwickelt sich aus der Begegnung der Personen, aus einem genauen Blick auf die Interieurs, die Gerüche, die Geräusche.

So kommt es, dass alles ganz nah, ganz wirklich erscheint. Kein Wort ist überflüssig, alles wirkt geschmeidig, zupackend, wirklichkeitsnah. Wer so erzählen kann, kann erzählen, was er will. Der darf auch schreiben: „Eigentlich waren es immer nur zwei Dinge, vor denen Nina und ich kapitulierten: Das Große und das Ganze.“

Oskamp folgt ihrer Tanja auf dem Weg durch die Jahre der Kindheit und der Jugend. „Manchmal freut er sich einfach so über mich“, sagt Tanja über den Nachbarn mit den pädophilen Neigungen: „Dann nimmt Onkel Rolf meinen Kopf in seine Hände und zerstrubbelt Haare und Ohren und alles.“ Aber Tanja mag ihn, mit seiner fettigen Haut, seinen großen Poren, wie überhaupt ältere Männer lange ihre Träume und Gefühle bestimmen, bevor sie auch das überwindet, hinter sich lässt. Je länger man Tanja folgt, desto lieber hat man teil an ihr, an ihrem fröhlichen, traurigen, bockigen Blick auf die Welt. Weil man nie mehr erfährt als das, was Tanja weiß, spürt man ihre Lebendigkeit in jedem Satz.

Am Ende kommt Tanja nach Jahren wieder mit ihrem Vater zusammen, einem rigiden, ernsten und unsympathischen Ex-DDR-Offizier. Doch die Begegnung wird zum unheimlichen Renkontre mit einem Gespenst. Die Szene spielt auf der Beerdigung von Tanjas erster Liebe. Mit gesenktem Blick folgt die trauernde Frau dem Sarg ihres früheren Geliebten.

Dann tauchen Schuhe auf in ihrem Gesichtsfeld: „Aus den Augenwinkeln sehe ich, dass in den Schuhen hell bestrumpfte Füße stecken; die dunkelgrünen Hosen mit der Bügelfalte sind ein bisschen zu kurz. Ich kenne den Gang.“ Zu einem Kontakt zwischen den beiden kommt es nicht; schweigend gehen sie nebeneinander her, wortlos trennen sie sich. Nicht die Ursachen sind das Metier des Schriftstellers, sondern die Wirkungen. Alles, was wir sehen, steht im Horizont von Tanjas Erfahrungen. Deswegen auch ist dieses lebendige, subjektive Buch über die achtziger Jahre der DDR, die neunziger im vereinten Deutschland ein politisches. Die große Kunst der Katja Oskamp ist das Zeigen, nicht das Sagen. Hoffentlich wird sie weiter schreiben.

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Halbschwimmer von Katja Oskamp, 2003, Ammann2.)

Halbschwimmer.
Erzählung von Katja Oskamp (2003, Ammann).
Besprechung von Sibylle Birrer in Neue Züricher Zeitung vom 14.01.2004:

Leichtes aus dem Zwischenland
Das bemerkenswerte Erzähldébut von Katja Oskamp

«Fräuleinwunder»: So lautete Ende der neunziger Jahre das Unwort des deutschsprachigen Feuilletons. Als schlechter Scherz für ein beeindruckendes Phänomen hielt es sich in der Folge bestens. Unvermittelt, so schien es, hatte sich eine neue Generation junger Autorinnen zu Wort gemeldet. Ihre Texte, zumeist Erzählungen im Gegenwartsradius des weiblichen Ichs, bestachen durch sprachliche Schlichtheit und die Präzision, mit der Erzählfiguren in ihren Alltag hinein und zugleich darüber hinaus geschrieben wurden.

Inzwischen haben die Autorinnen nachgelegt, Qualität bewiesen und die Ausweitung der stofflichen Reichweite bezeugt. Und neue Stimmen sind hinzugekommen. Ob Judith Hermann, Jenny Erpenbeck, Annette Pehnt, Juli Zeh, Szusza Bánk: Mit einem «Wunder» hat ihre Präsenz kaum zu tun, hingegen mit vorhandenem Potenzial und dessen gezielter Förderung.

Tatsächlich ist auch in der Fülle der neusten Bücherschwemme eine Stimme zu orten, die - auffällig bescheiden, ein bisschen patzig und anmutig zugleich - aufhorchen lässt: «Halbschwimmer» heisst der Prosaband, mit dem die 33-jährige Autorin Katja Oskamp debütiert. Ein adoleszentes weibliches Ich übt sich darin im Erwachsenwerden. Die DDR, Heimat einer vorführtauglichen sozialistischen Kleinfamilie, bildet den Hintergrund, vor dem sich die Individuation beschreiben lässt. Ein weiteres Stück Erinnerungsprosa also? Vergangenheitsbewältigung mit einem Schuss Ostalgie?

Mitnichten. Denn ganz subtil geht Katja Oskamp zu Werk. Ihre Aufmerksamkeit richtet sie auf die Ich-Erzählerin Tanja, die sich nach und nach aus dem Kollektiv der Kleinfamilie pult: Vorab geht die Selbstverständlichkeit der kindlichen Identifikation, hinterher die Entzauberung durch die Differenz im Älterwerden. Für Tanja ist zudem das geschichtsträchtige Jahr 1989 auch das Jahr der ersten grossen Liebe - zeitgleich mit der Kinderwelt kommt ihr das Ordnungssystem der Eltern abhanden. Ganz beiläufig versteht es Katja Oskamp, ihren Erzählungen diese Überschneidung von Individual- und Zeitgeschichte zu unterlegen. «Halbschwimmer» ist kein Roman. «Halbschwimmer» ist aber auch kein eklektischer Erzählband. Vielmehr fügen sich die neun eigenständigen Texte mit ihren Vor- und Rückbezügen zu einer Entwicklungsgeschichte, hinter der zugleich eine Sitten-Miniatur der deutsch-deutschen achtziger und neunziger Jahre aufscheint.

Tanja ist Einzelkind und zahlenversessen, Tanja ist passionierte Enkelin und Schülerin in der Endphase des Sozialismus. Tanjas Vater, einst Offizier der Volksarmee und Held der Kindheit, ist nach der politischen wie persönlichen Wende nur mehr erbärmlich. Tanja lässt sich treiben, beobachtet genau, und vor allem: Tanja sucht die Liebe.

Ganz in diesem Sinne liefert «Halbschwimmer» eine kleine Auslegeordnung unterschiedlich temperierter Zuneigungen, die eine Halbwüchsige den Männern ihres bisherigen Lebens entgegenbringt: Da ist zum Beispiel «Onkel Rolf», der väterliche Freund und Nachbar, der mit den Reizen der Heranwachsenden mehr schlecht als recht zu Rande kommt - die Ambivalenz einer schwelenden Liaison und das Ergreifende einer präpubertären Gefühlsverwirrung zeichnet Oskamp in wenigen Strichen mit leichter Hand. Ein herzwarmes, vielseitiges Porträt schildert den Tauben züchtenden Grossvater. Und geradezu glühend berichtet Tanja von Karl, dem Schauspieler, ersten Freund und Liebhaber: «Karl greift sich den Asphalt mit seinen Schritten, weit, weit ist jede Bewegung. Karl ackert gern, wenn er weiss, wofür. Dann ist er auch gern erschöpft. Er ringt nach Luft, stöhnt, windet sich, flucht und lacht. Bühnentier, sagen sie im Theater zu ihm, oder Spielschwein.» Im Spiegelbild des grossen Karl schwindet der Vater - beiläufig vollzieht sich sein Verschwinden über alle Tanja-Episoden hinweg, himmeltraurig und still zornig in einem.... Fortsetzung

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Halbschwimmer von Katja Oskamp, 2003, Ammann3.)

Halbschwimmer.
Erzählung von Katja Oskamp (2003, Ammann).
Besprechung von Jan Wagner aus der Frankfurter Rundschau, 21.01.2004:

Blut im Schuh
Nachrichten aus der Kindheit: Katja Oskamps vielversprechendes Debut "Halbschwimmer"

Kein Organ ist in allen Kulturen und zu allen Zeiten symbolisch so überhöht und bis hin zum Verspeisen rituell so verehrt worden wie das Herz, keines legt, vom Mut bis zur Liebe, so viele edle Bedeutungen nahe - selbst dann, wenn es sich um das einer Taube handelt: "Kam die Suppe auf den Tisch, fischte meine Oma darin herum, so lange, bis sie das kleine, feste Taubenherz mit dem Löffel zu fassen bekam. Sie legte es mir auf den Teller. Das Herz durfte ich essen. Ich hob es auf bis zuletzt, und meine Großeltern schauten andächtig zu, wie ich es zerkaute".

Vordergründig spielt sich in dieser Szene nichts weiter ab als das traute Abendessen eines Mädchens namens Tanja und seiner Großeltern - und doch ist es fast unmöglich, das Taubenherz nicht symbolisch und den Augenblick des Verzehrs nicht als eine Initiation zu lesen. Trotzdem wirkt die Symbolik nicht aufdringlich oder gar plakativ. Zu sparsam akzentuiert ist die Prosa, die sich ihrer bedient und mit einer Reihe weiterer suggestiver Elemente - die Brieftauben des Großvaters, ihr Flug und ihre rätselhafte Heimkehr - eine ganze Kindheit und zugleich den unvermeidlichen Abschied von ihr evoziert. "Ruckedigu", so der Titel, dessen Anspielung auf Märchenmotive später durch das "Blut im Schuh" des Großvaters ergänzt und verstärkt wird, ist ein eindringlicher Text über Geborgenheit und Verlust und das längste der neun Prosastücke im erzählerischen Debüt von Katja Oskamp, die in Leipzig geboren wurde, am dortigen Literaturinstitut studierte und heute in Berlin lebt.

Die Gattungsbezeichnung "Roman" wurde bei Halbschwimmer zu Recht vermieden, wenn auch in der Summe ein ganzheitliches Bild entstehen und eine Entwicklung deutlich werden mag. Die einzelnen Teile aber sind weniger auf eine Handlung hin gearbeitet als dass sie eine Atmosphäre einzufangen, einen Zustand wiederzugeben versuchen. Oskamps singuläre Szenen werden wie die Bilder eines Fotoalbums aufgeschlagen, wobei die Protagonistin in deren Zentrum stets dieselbe bleibt; in ihrer Kindheit und Jugend in der DDR und in ihrem späterem Leben im Berlin der Nachwendezeit lässt sich blättern: So sieht man Tanja zusammen mit dem großporigen Nachbarn Rolf, der zugleich der Namenspate ihres Hamsters ist; man begleitet Tanja und ihre Eltern, den unterkühlten, hochrangigen NVA-Offizier und die heimlich rauchende Schuldirektorin, beim Ostseeurlaub, erlebt den Lehrer für Wehrerziehung Herrn Oschlies und wird Zeuge von Tanjas erster großer Liebe zum deutlich älteren Schauspieler und Gegenvater Karl, der ihr "spät und heftig die Kinderstube nachgeliefert" hat. Sein Begräbnis, mit dem Desillusionierung und Abschied von Kindheit und Elternhaus einhergehen, bildet schließlich den Epilog zu Halbschwimmer.

So subjektiv die Szenen geschildert sind, so deutlich bleibt doch stets der geschichtliche und gesellschaftliche Rahmen: Nicht nur eine Adoleszenz, eine ganze Ära des Niedergangs und des Neuanfangs wird besichtigt. Einer der wenigen Einwände gegen diese Erinnerungsprosa rührt von dem Eindruck her, dass gewisse DDR-Markennamen allzu gewollt und überdeutlich als Reizwörter in die Prosa eingestreut werden, dass mit ihnen weniger die Atmosphäre einer vergangenen Alltagskultur heraufbeschworen als bei kundigen Lesern mit ähnlicher Sozialisation um Wiedererkennen geworben wird: "Ich ging zur Schrankwand und suchte die Roger-Whittaker-Platte. Ich fand sie. Der Geruch von Duett und Undine Grüner Apfel stieg mir in die Nase", heißt es, oder später: "Mitten in der Woche entfaltete sich ein harmonischer Familiennachmittag, getaucht in den zarten Nebel von Duett und Undine Grüner Apfel." Oskamps Prosa hat solch ostalgisches namedropping eigentlich nicht nötig, und tatsächlich verblasst es neben den Vorzügen dieser Texte, neben dem Gespür der Autorin für das entscheidende Detail, das eine Situation von einem Satz auf den nächsten kippen lässt und die Erzählrichtung verändert: "Und obwohl mir die Tränen den Blick verschleierten, sah ich plötzlich, dass die roten Wangen, die mir so gefielen, gar keine roten Wangen waren. Es waren Hunderte dunkelroter geplatzter Äderchen, die ihr Gesicht zu beiden Seiten wie ein Netz überzogen; eine hysterische Krakelei bedeckte Frau Gawiols Gesicht, eine raffinierte Kriegsbemalung, die den Feind aus der Ferne mit leuchtendem Rot täuschte, ihn anlockte, um ihn von Nahem das Fürchten zu lehren."

Es gibt viele solcher Beobachtungen - zum Teil so treffend und demaskierend, dass man Häme unterstellen möchte -, es gibt eine ganze Reihe geschliffener Sentenzen wie jene, die Identität "als die gemeinsame Reanimation eines Haarschnitts von vorgestern" definiert. Oft genug schließlich bündeln sich Katja Oskamps erzählerische Qualitäten zu Passagen und ganzen Texten, die im Gedächtnis haften bleiben. Dazu gehört die bissige Schilderung eines Konzertabends, die zugleich die zunehmend sektbefeuerte Analyse einer Ehe ist - vor allem aber jene wunderbare und völlig zu Recht im Zentrum des Bandes stehende Prosa über Kindheit, Heimat, Geborgenheit und Abschied, über das Mädchen Tanja, ihre Großmutter und ihren Großvater, der "seine Tauben freigelassen hatte, damit sie schöne, unsichtbare Formen in die Luft malten".

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Halbschwimmer von Katja Oskamp, 2003, Ammann4.)

Halbschwimmer.
Erzählung von Katja Oskamp (2003, Ammann).
Besprechung von Klaus Hübner aus der titel-magazin, 2003:

Am falschen Platz
Ohne viel Aufhebens, aber sehr präzise erzählt Katja Oskamp, wie ihre Protagonistin sich in der Spätphase des sozialistischen Realismus mit der Welt der Erwachsenen auseinandersetzt.

Unsicher strampelt das Kind im Wasser, macht Schwimmbewegungen, die streng genommen gar keine sind, zappelt, jappst, taucht kurz unter. Typische Aktionen einer Halbschwimmerin, die weder im Wasser noch sonst wo so richtig vorwärts kommt. Und in der Spätphase des real existierenden Sozialismus könnte das Mädchen Tanja zu einem Paradebeispiel der DDR-Gesellschaft heranreifen – sie sperrt sich gegen sozialistische Karrieren und nennt lieber ihren Hamster nach dem Vater der Nachbarsfamilie: Rolf. Und sie sucht etwas, was in allen politischen Systemen deren Existenz überdauert: die Liebe.

Der Schauspieler Karl ist für Tanja der Bär, an den sie sich lehnt. Und der Mann, der ihre Eltern in helle Aufregung, ja Empörung versetzt. Karl ist anders, Karl ist das Feindbild im Inneren. Als Karl geht, die Welt für immer verlässt, geht auch Tanjas Kindheit für immer. Begebenheiten aus einem Leben, das noch zu jung ist, um daraus einen Roman zu machen. Das bleibt erlebnis- und erfahrungsreichen Superstern(schnuppen) von küblböckscher Schlichtheit vorbehalten. Katja Oskamp macht kein besonderes Aufheben aus dem Tanja-Teeny. Aber sie erzählt präzise, wie ein einfaches Mädchen in einem einfachen Leben plötzlich mit einer anderen, gefährlicheren Welt konfrontiert wird: dem Erwachsenenleben.

Textauszug:
Dann bin ich durch den Wald gejoggt. Zwei Stunden lang habe ich mir die Lunge aus dem Hals gekeucht, gespuckt, gehustet. Ich wusste sofort, dass es Lungenkrebs war. Fine hat es mir später am Telefon bestätigt. Karls Todestag und mein Jogging-Rekord fallen zusammen.

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