Gegend von Nora Bossong, 2006, FVAGegend.
Roman von Nora Bossong (2006, Frankfurter Verlagsanstalt).
Besprechung von Stefanie Preiner aus Rezensionen-online *bn*:

Vom Einfluss eines abgeschiedenen Ortes auf seine Bewohner. (DR)

"Gegend" handelt von einer jungen Frau, die sich gemeinsam mit ihrem Vater auf eine Reise begibt. Das Ziel ihrer Reise ist eine Pension, in der Marie, die Halbschwester der Ich-Erzählerin, wohnen soll. So schwer die Pension zu finden ist, so abgeschieden vom Rest der Welt ist sie auch und dementsprechend seltsam und eigenartig sind die vier Personen, die dort zu Hause sind. Die Beziehungen der einzelnen Figuren zueinander sind verworren und unklar, sie wirken wie eine unfreiwillig zusammengewürfelte Familie. Erst erscheinen die Erzählerin und ihr Vater wie Fremdkörper auf diesem ungewöhnlichen Grundstück, das seine eigenen Regeln zu haben scheint und das seine Bewohner so sehr von der Außenwelt fernhält, dass sie selbst glauben, sie könnten es niemals verlassen.

Nora Bossongs Stil ist einfach, sie verwendet kurze, prägnante Sätze. Es wird kein Wort zuviel gesagt und auf Fragen erhält die Ich-Erzählerin selten eine konkrete Antwort. Dadurch wird den LeserInnen ein großer Interpretationsfreiraum gelassen, was dem Roman eine eigenartige Atmosphäre voller dunkler Geheimnisse verleiht. "Gegend" ist die erste Buchveröffentlichung der jungen Schriftstellerin Nora Bossong und wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

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