Frauen
in Vasen.
Roman von Angelika Reitzer (2008,
Haymon).
Besprechung von Karin Fehde für die Rezensionen-Welt
im
September 2008:
"Kein Tag gleicht einem anderen, kein Geschehen dem selbigen zuvor."
Mit "Frauen in Vasen" wird unweigerlich die Neugierde erweckt in poetischen Szenen des Alltags zu blicken.
Da geht es um Sicherheit, Patchwork, Selbstbehauptung, Zweisamkeit und vieles Fassbare, woran jeder Gedanke im Alltag oft verblasst. Doch die Autorin erweckt ihn zum Leben.
Abspannen und der Gedankenflut einer Alltagsbegegnung zu entkommen ist durch die Sprunghaftigkeit von einer in die andere Handlung unmöglich. Es prasselt in verständlicher Sprache wie ein Feuerwerk auf den Leser herab. Doch gerade das gibt dem Werk einen besonderen Impuls. Angelika Reitzer versteht es mit unkomplizierten Worten ihre Geschichten so zu interpretieren, dass Gefühle erwachen selbst Teilnehmer der Handlung zu sein.
Als Leser kann man sich nicht darauf
verlassen, dass alles so bleibt, wie es der sprachliche Moment erfasst,
denn im nächsten Augenblick befindet man sich in einer ganz anderen
Szenerie. Es weckt Ahnungen, lässt jedoch vieles nur vage durch einen
Schleier erkennen. Das Werk zeigt eine Lebenskulisse mit Höhen und Tiefen
im Wandel unserer Zeit.
Interessant zu lesen und zu durchdenken.
[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.rezensionenwelt.de]
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