Joseph
Roths Flucht und Ende.
Erzählung von Soma
Morgenstern (1994, Zu Klampen).
Besprechung von Michael
Amon :
Soma Morgenstern (1890-1976), aus orthodox-jüdischer Familie in Ostgalizien stammend, Ende der 20er-Jahre Wiener Korrespondent der Frankfurter Zeitung, flüchtete 1938 am Tag des Anschlusses Österreichs an Deutschland zuerst nach Frankreich und später nach New York, wo er auch starb. In diesen Erinnerungen an Joseph Roth entsteht ganz nebenbei eine unglaublich athmosphärische Beschreibung Wiens (und seiner Menschen) in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Auch Morgenstern zählt übrigens zu jenen vergessenen Exil-Autoren deutscher Sprache, deren Bedeutung bis heute nur von wenigen erkannt worden ist.
Weinempfehlung:
Tokají Aszú 3-Puttony
Plattenempfehlung:
Delbert McClinton: Nothing Personal. Bluerose Records BLU CD0250
[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter Michael Amon.Literatur aus Österreich]
Leseprobe I Buchbestellung 1111 LYRIKwelt © Michael Amon