Federball.
Gedichte von Richard
Wagner (2007,
Verlag Unartig/Zeitzeichen,
hrsg. von Paul
Alfred Kleinert)
Besprechung von Werner Berger, Wien-Liesing für die REZENSIONENwelt, im August 2007:
Der nunmehr vorliegende achte Gedichtband des Banaters Richard Wagner zeigt erneut die stille und unaufdringliche Art seiner Poesie, deren Wirkung sich häufig nicht beim ersten Hören oder Lesen, sondern im Nachhinein einstellt.
Gedichte
wie
Glücksbringer
Hufeisen
der Kindheit
Eisen
um die Stirn
oder
Oktobergedicht
Am Morgen
wenn es noch zu dunkel ist
um laut zu sprechen
wachsen die Augen
ins Kommende
Als könnten sie
sehen
bilden in ihrer sprachlichen
Prägnanz dem Lesenden eindrucksvolle Wortfolgen, mit deren Inhalt
eine gedankliche Beschäftigung über einen längeren Zeitraum fast
zwangsläufig einhergeht. Man ist geneigt, die Worte vor sich hin zu sprechen,
um so auch die Klangerfahrung der Worte zu erhalten.
Der Lyriker, Erzähler und Romancier Wagner (Jahrgang 1952, seit 1987 in der
Bundesrepublik Deutschland lebend) hat hier erneut ein kleines Meisterwerk
geschaffen, dessen Texte sich im Dahinziehen der Zeit manifestieren und deren
Nachhall die stille, eindrückliche und unaufdringliche Meisterschaft des Autors
bezeigen.
Die Texte erschienen als 24. Heft in der verdienstvollen Reihe
"Zeitzeichen" des Ascherslebener Kunstvereins, seit 1999 herausgegeben
vom Berlin lebenden und wirkenden Lyriker Paul
Alfred Kleinert, und sind zu einem Preis von 7,50 € im Buchhandel zu
haben.
[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.rezensionenwelt.de]
Leseprobe I Buchbestellung 0807 LYRIKwelt © Dr.Werner Berger, Wien