Einfach wirklich leben.
Biografie von Brigitte Reimann (2000, Aufbau TB, hrsg. von Dorothea von Törne).
Besprechung von A.M. aus der Frankfurter Rundschau, 3.3.2001:

Das Leben der Reimann

Ein gutes, ideologisch korrektes Ende wollten die DDR-Kulturbürokraten für den Roman Franziska Linkerhand haben. Aber diese Forderung erfüllte die von ihnen einst so gefeierte Schriftstellerin Brigitte Reimann nicht mehr. 1973 starb sie 39-jährig an Krebs. Mit ihrem "Unglücksbuch" war sie nicht mehr fertig geworden, dennoch sollte es - als Fragment veröffentlicht - ihr größter Erfolg werden. In Einfach wirklich leben erzählt Dorothea von Törne die Geschichte eines DDR-Lebens, über dem eine ganz eigene Traurigkeit liegt, gerade weil sich Brigitte Reimann voller Lebenslust bemühte, immer nur das Gute zu suchen: In den Texten, die sie schrieb; in dem Staat, dem sie treu blieb; und in den Männern, die sie liebte. Sie schwankte dabei zwischen Auflehnung und Vereinnahmung. Dorothea von Törne bindet geschickt Tagebuch- und Romanauszüge in ihre Biographie ein, um die Nähe zur Schriftstellerin herzustellen.

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