Ein allzu schönes Mädchen.
Kriminalroman von Jan Seghers (2004, Rowohlt).
Besprechung von Ursula Silvester für die Rezensionen-Welt, 08/2004:

Der Roman handelt von einigen blutrünstigen Morden, die Kommissar Marthaler aufklären möchte und aus diesem Grunde einer Mörderin auf der Spur ist, die durch ihre außergewöhnliche Schönheit auffällt. Seghers stellt Marthaler als sympathischen Kerl dar, der - obwohl er seine Tätigkeit nicht aus Berufung ausübt - seinen Job doch sehr ernst nimmt. Auch wenn der Leser von Anfang an weiß, wer die Morde verübt hat, wird das Buch trotzdem nicht langweilig, schon alleine aus Interesse daran, aus welchen Motiven dieses ungewöhnliche Mädchen zur Mörderin wurde.
Es handelt sich bei dem Werk um einen sehr spannenden Thriller, den man kaum mehr aus der Hand legen möchte und der sehr einfach und verständlich geschrieben ist. Er hebt sich aber auch nicht von anderen Romanen dieser Art ab, als Leser hat man das Gefühl, diese Geschichte schon oft gelesen oder gesehen (TV) zu haben. Die erste Hälfte des Buches zieht sich der Inhalt auch etwas in die Länge, was jedoch der Spannung keinen Abbruch tut. 
Was leider etwas störend wirkt ist, dass die Aussage des Autors "...dass es zu diesem Treffen nicht kommen wird, konnte er (Marthaler) zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen..." in ziemlich ähnlichen Varianten öfters vorkommt; dies erweckt den Eindruck, als würde dem Autor keine andere Formulierung dazu einfallen.
Trotz der wenigen Schönheitsfehler ist dieses Buch aber jedem Thriller-Fan zu empfehlen und ermöglicht ein Versinken in die Geschichte.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.rezensionen-welt.de]

Leseprobe I Buchbestellung 0804 I LYRIKwelt © Ursula Silvester