Dritter Ort von Wolfgang Wurm, 2008, fzaDritter Ort.
Gedichte von Wolfgang Wurm (2008, fza-Verlag).
Besprechung von Za aus den Nürnberger Nachrichten vom 10.01.2009:

Leben als Tanz am Rande des Abgrunds
Nürnberger Lyriker Wolfgang Wurm liest aus neuem Band «Dritter Ort«

Wolfgang Wurm wurde 1972 in München geboren, lebt aber seit vielen Jahren in Nürnberg, das er inzwischen seine «Wahlheimat« nennt. Hauptberuflich ist er Lehrer für Deutsch und Geschichte an der Veit-Stoß-Realschule, aber seine Leidenschaft gilt der Dichtkunst. Anfänglich hat er nur gelegentlich ein paar Verse in der einen oder anderen Zeitschrift oder Anthologie untergebracht. Die regionale Literaturszene hat ihn rasch anerkannt. Deshalb wagte er sich im Jahr 2005 an die Veröffentlichung seines ersten Buches im Selbstverlag. Was wiederum zur Folge hatte, dass man auch überregional auf ihn aufmerksam wurde. So fand 2006 ein Text von ihm den Weg in die Sammlung «Best German Underground Lyrics«.

Im Jahr darauf erschien ein Beitrag von Wolfgang Wurm im Sammelband «Vienna. Eine Stadt für den Herbst«. Die Arbeit hat dem Nürnberger Nachwuchstalent nicht nur den «Wiener Werkstattpreis« beschert, sondern auch eine dauerhafte Verbindung mit jungen Literaten und Büchermachern in der österreichischen Metropole.

«Gedichte geradewegs aus dem Leben«

So erschien sein aktuelles Buch «Dritter Ort« in einem engagierten Wiener Kleinverlag, der die Präsentation im Szene-Caféhaus Raimann organisierte. Der Kritiker Klaus Ebener schrieb nach der dortigen allerersten Lesung: «Der Nürnberger schreibt Gedichte geradewegs aus dem Leben.«

Tatsächlich berichtet Wurm stets von Ereignissen aus unser aller Alltag. Der Leser erfährt jedoch mehr als nur die Fakten. Ihm wird schnell klar, dass da einer gründlich nachgedacht hat über die Flüchtigkeit und Vorläufigkeit, die allzu oft jenes allseits Bekannte bestimmt. Der titelgebende «Dritte Ort«, das ist für Wurm einer der vielen Schauplätze kurzzeitiger Aufenthalte, eine der Zwischenstationen des Lebens, des Denkens und Fühlens. Nichts ist von Dauer: Von «vereinzelten Stunden der Hoffnung« ist die Rede, von «zärtlich verschlüsselten Augenblicken«, aber ebenso vom gemeinsamen Tanz am Rande des Abgrundes. Immer mit dem sicheren Wissen, dass im Ernstfall «keiner den anderen halten« wird.

Die vollständige Rezension mit Abb. finden Sie in den Nürnberger Nachrichten.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter Nürnberger Nachrichten]

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