Die Walfängerin von Sena Jeter Naslund, 2004, Knaur

Die Walfängerin.
Roman von Sena Jeter Naslund (2004, Knaur TB).
Besprechung von Ursula Silvester für die Rezensionen-Welt, 03/2005:

Das Buch beinhaltet eine interessante Geschichte über eine für das 19. Jahrhundert äußerst emanzipierte Frau, die in sehr jungem Alter eine Episode ihres Lebens auf einem Walfänger-Schiff verbringt.
Trotz ausreichender Dialoge verliert die Story niemals an Tiefe und legt die Gefühle der Walfängerin auf sympathische Weise frei. Besondere Höhepunkte fehlen, das Geschehen plätschert vielmehr sanft dahin. Teilweise wirken die Erlebnisse der Protagonistin etwas unrealistisch und driften dadurch leicht ins märchenhafte ab. Trotzdem bleibt das Geschehen immer spannend. Die Autorin beschreibt auf wunderbare Weise die geistige und seelische Entwicklung der Walfängerin; der Wandel dieser mutigen jungen Dame geht langsam aber doch bis ins Innerste spürbar vor sich, wobei die poetische Sprache den Leser mitreißt und ihn an den Empfindungen teilhaben lässt. Die detaillierten Landschaftsbeschreibungen rufen ein genaues Bild des Handlungsortes hervor.
Obwohl das Werk über 600 Seiten aufweist, entsteht nie de Eindruck, dass das Geschehen künstlich in die Länge gezogen wird; jede Seite ist unerlässlich für das Gesamtwerk.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.rezensionen-welt.de]

Leseprobe I Buchbestellung 0105 © Ursula Silvester