Die Verlockung.
Roman von Andrea Camilleri (2016, Nagel&Kimche).
Besprechung von GK in der WAZ vom 12.8.2016:

Am Abgrund

Mauro Assante zweifelt an seinem Verstand. Während seine Familie Ferien macht, arbeitet der Wirtschaftsprüfer in Rom an einem Bericht über eine Bank, an der mächtige Politiker beteiligt sind. Eine brisante Aufgabe. Doch Assante kommt nicht voran. Eine wunderschöne Frau namens Carla steh vor seiner Tür, sein Auto verschwindet, jemand dringt in seine Wohnung ein. Während Assantes Kollegen und Camilleris Leser längst ahnen, dass es sich um eine perfide Intrige handelt, stolpert der Wirtschaftsprüfer in neue Fallen. Wie naiv und tollpatschig kann ein gebildeter Mann eigentlich sein? Fragt man sich bei der Lektüre. Und hofft darauf, dass Camilleri eine überraschende Wendung einfällt, eine doppelbödige Erklärung. Doch da kommt nichts. So genial Camilleri Spannung erzeugt und seine Leser mit in Assantes Abgrund zieht, so banal lässt er seine Geschichte enden.

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