Die schwarzen Boten/Los heraldos negros.
Gedichte von César Vallejo (2000, Rimbaud, spanisch/deutsch - Übertragung Curt Meyer-Clason).
Besprechung von Diana Garcia Simon in Bücher zu Lateinamerika 2001:

Der Gedichtband „Die schwarzen Boten“ ist eine Sammlung von Gedichten, die Vallejo bis 1918 in diversen Publikationen in Lima veröffentlicht hat. Dieses Jugendwerk erlaubt einen nicht unwesentlichen Blick in den Werkstatt des Dichters.

Sein literarisches Können ist schon gereift genug, um eine parallele Sprache zu schaffen, voller Neologismen, Archaichsmen und Wortspielen, der die Übersetzung ins Deutsche von Meyer-Clason voll und ganz gerecht wird. Auch wenn das Buch keine thematische Einheit bildet, tauchen schon hier Themen auf, die Vallejo in späteren Gedichtbänden begleiten, beispielsweise aus dem kirchlichen Bereich oder die Verarbeitung des Kulturerbes des Inka-Volkes („Kaiserliche Sehnsüchte“ S. 58- 65).

Die zahlreichen Anmerkungen und das Nachwort sind ein unentbehrliches Hilfsmittel, um die sprachlichen und symbolischen Schwierigkeiten des poetischen Textes zu überwinden.

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