Die Münze von Akragas von Andrea Camilleri, 2012, Nagel+KimcheDie Münze von Akragas.
Roman von Andrea Camilleri, (2012, Nagel&Kimche- Übertragung A. Kopetzky).
Besprechung von Peter Pisa im Kurier, Wien, 16.3.2012:

Vom heute 86-jährigen Sizilianer erscheinen jedes Jahr drei, vier Romane.
Und Camilleri hat noch einen Koffer voller Manuskripte in Rom versteckt, falls er einmal tot sein sollte.

Die Figur, die ihn berühmt machte, ist Commissario Montalbano (bisher 18 Krimis, vier noch nicht übersetzt). Zwischendurch schreibt er z. B. Geschichten, die auf Geschichtlichem gebaut sind. Mit "Streng vertraulich" über die Lächerlichkeit der Macht (und von Berlusconi) erschien 2011 eine lustige, böse Satire.

Dagegen ist "Die Münze von Akragas" ein Fliegengewicht: Vor 2500 Jahren warf ein sterbender Söldner das goldene Stück im heutigen Agrigent auf eine Wiese, 1904 fand ein Landarbeiter die Münze. Sie brachte kein Glück, und am Schluss hat sie sich König Viktor Emanuel III. unter den Nagel gerissen. Man liest das Buch während einer kurzen Fahrt mit dem Autobus und sagt beim Aussteigen jenes Wort, das nichts allzu Gutes bedeutet: "Nett."

KURIER-Wertung: *** von *****

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