Die Mission des Wanderchirurgen.
Roman von Wolf Serno (2004, Droemer).
Besprechung von Ursula Silvester für die Rezensionen-Welt, 02/2005:

Im typischen Stil Sernos ist dieser Roman über den Wanderchirurgen Vitus geschrieben. Der Text ist einfach und mühelos zu lesen, ohne jedoch anspruchslos zu sein.
Serno beschreibt die Abenteuer Vitus' und seiner Kameraden im 16. Jahrhundert sehr realistisch, es fehlen jedoch die Geschehnisse, die dem Werk das gewisse Maß an Spannung verleihen. Das Geschehen plätschert so dahin und ist ohne besondere Höhepunkte. Zum Ende hin erscheint die Geschichte leicht künstlich in die Länge gezogen.
Das Hauptthema des Romans - das Auffinden der Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Pest durch den Wanderchirurgen und seine Freunde - ist dem Autor jedoch einmalig gelungen. Detailliert aber trotzdem in einfachen Worten erfährt der Leser genauestens die Entstehung der Pest und mit welchen Mitteln sie vor ein paar Jahrhunderten versucht wurde zu bekämpfen.
Zwischendurch wird das Geschehen teilweise etwas kitschig, aber das berührende Ende - das natürlich auch nicht ganz ohne Kitsch ist - ist trotzdem ein gelungener Abschluss.

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Leseprobe I Buchbestellung 0205 © Ursula Silvester