Die guten Schwestern von Leif Davidsen, 2004, ZsolnayDie guten Schwestern.
Roman von Leif Davidsen (2004, Zsolnay - Übertragung Peter Urban-Halle).
Besprechung von Lukas Schmuckermair bei Rezensionen-online *bn*:

Spannender Spionagekrimi, der vom heutigen Dänemark über den (post)kommunistischen Osten bis zum Zweiten Weltkrieg zurück reicht. (DR)

Teddy Pedersen ist ein wehleidiger Universitätsprofessor, den bereits die dritte Frau verlassen hat und dessen akademischer Ruhm lange verblasst ist. Doch warum sollte jemand so einen Loser umbringen wollen? Oder war es nur Zufall, dass Raubüberfall und Mord an seinem harmlosen Kollegen genau in jenem Hotelzimmer verübt wurden, das auf seinen Namen lief? Welche Rolle spielt diese undurchsichtige Frau, die sich als seine Halbschwester ausgibt und von einem Weiterleben ihres gemeinsamen Vaters erzählt, wo dieser doch gestorben ist, als Teddy noch ein Kind war? Was weiß Teddys Bruder über das zweite Leben ihres Vaters und warum wird ihre gemeinsame Schwester plötzlich verhaftet und der Spionage und des Hochverrats beschuldigt? Eingebettet ist diese "Familiengeschichte" in den damals aktuellen Jugoslawienkrieg, doch immer wieder schwappt die Vergangenheit hoch und der Autor erzählt von der Nazihysterie Dänemarks und den Grausamkeiten dänischer Soldaten während des Zweiten Weltkriegs und deren gleichzeitiger Aufarbeitung und Verdrängung danach. - Ein dichtes Gewebe aus Vergangenheit und Gegenwart, Verklärung und Aufklärung, eine Geschichte über Aufreißen alter Wunden und Vergeben und über das Vergessen, dennoch ein klar geschriebenes, spannendes Lesevergnügen für jedermann.

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