Die Feuerprobe von Salim Alafenisch, 2007, UnionsverlagDie Feuerprobe.
Roman von Salim Alafenisch (2007, Unionsverlag).
Besprechung von Andreas Thiemann in der Westfalenpost, 27.8.2007:

Lohnende Einblicke in eine fremde Kultur

Seine Biografie ist durchaus schillernd und im besten und friedlichsten Sinne multikulturell: Salim Alafenisch, Sohn eines echten Beduinen-Scheichs der Negev-Wüste, lebt und arbeitet heute als exzellenter und anerkannter Schriftsteller in Deutschland. Er machte in Nazareth sein Abitur, studierte anschließend in London sowie in Heidelberg Ethnologie, Soziologie und Psychologie. Neben seinem vielfältigen literarischen Schaffen ist der 59-jährige Alafenisch nun auch noch Kulturbotschafter der Deutschen Welthungerhilfe.

Im schweizerischen Unionsverlag, der sich ohnehin seit langem mit der behutsamen Pflege orientalischer Literatur beschäftigt, hat Salim Alafenisch bereits vier Romane veröffentlicht; jetzt ist sein fünfter erschienen: "Die Feuerprobe".

Salim Alafenisch, der seine Bücher auf deutsch schreibt, versteht es prächtig, die orientalische Erzählkunst auch aus europäischer Sichtweise verständlich und spannend zu machen. In der "Feuerprobe" beschreibt er ein uraltes Ritual, mit dessen Hilfe die Stämme der Negev-Wüste bei besonders gravierenden Ereignissen auf die Wahrheitssuche gehen. Im vorliegenden Fall handelt es um einen Mord, der die Beduinen auf eine harte Probe stellt und zwei benachbarte Stämme über Jahrzehnte hinweg in gegenseitigem Misstrauen leben lässt. Für seinen Roman hat der Autor einen tatsächlichen Sachverhalt neu aufgerollt, der sich 1966 ereignet hat. Salim Alafenisch wurde zum unmittelbaren Zeugen, und während seiner späteren Recherchen reiste er noch einmal an den Ort des damaligen Geschehens.

Das Buch "Die Feuerprobe" wirbt ebenso nachhaltig wie erfolgreich um besseres Verständnis für eine doch weitgehend fremde Kultur.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie in der WESTFALENPOST]

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