Die dritte Jungfrau von Fred Vargas, 2007, Aufbau1.) - 2.)

Die dritte Jungfrau.
Roman von Fred Vargas (2007, Aufbau Verlag -
Übertragung Julia Schoch).
Besprechung von Jeanne Turczynski aus den Nürnberger Nachrichten vom 14.05.2007:

Rätselhafte Fälle in Frankreichs Provinz
Kommissar Adamsberg ermittelt

Ein genialer Kriminalist wird von der eigenen Vergangenheit eingeholt. Fred Vargas‘ neuer Krimi über «Die dritte Jungfrau».

Es ist einfach atemberaubend, was diese Frau schreibt. Fred Vargas, einstmals Archäologin, wandte sich 1994 der literarischen Arbeit zu und bescherte der Welt seither einige spannende Bücher. Ihre Thriller sind wie fein konstruierte, kunstvoll gesponnene Netze. Man verfängt sich leicht darin, liest atemlos bis zu letzten Seite und möchte danach beginnen, jedes kleine Detail im Lichte der Lösung erneut zu rekapitulieren.

Doch der Reihe nach. «Die dritte Jungfrau» ist ein neuer Fall für Kommissar Adamsberg. Der ebenso verschrobene wie geniale Kriminalist, den man schon aus früheren Büchern kennt, steht vor mehreren Rätseln. Zwei tote junge Männer, zwei ermordete Jungfrauen und einige tote Hirsche. Außerdem spukt es in seinem neuen Haus, und in seiner Brigade taucht ein Schatten aus der Vergangenheit auf. Reichlich viel Stoff. Doch Fred Vargas fügt all diese Ereignisse zu einem großen Ganzen zusammen. Die Spuren führen in Adamsbergs eigene Vergangenheit, jemand möchte ihn persönlich treffen und zu Fall bringen. Als Adamsberg das bemerkt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Die vollständige Besprechung von Jeanne Turczynski finden Sie unter Nürnberger Nachrichten

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Die dritte Jungfrau von Fred Vargas, 2007, Aufbau2.)

Die dritte Jungfrau.
Roman von Fred Vargas (2007, Aufbau Verlag -
Übertragung Julia Schoch)..
Besprechung von
Cornelia Gstöttinger aus Rezensionen-online *biblio*, 2007:

Feinste Krimikost in bewährter Vargas-Manier. (DR)

Kommissar Adamsberg hat es diesmal wahrlich nicht leicht. Nach seinem Umzug muss er erfahren, dass eine alte mordende Nonne aus dem 18. Jahrhundert auf seinem Dachboden herumspukt. Nicht genug damit, tauchen noch weitere Gespenster aus Adamsbergs Vergangenheit auf. Zudem wird der liebenswerte Eigenbrötler Zeuge, wie sein neuer Mitarbeiter Veyrenc, ein in Versen rezitierender Einzelgänger, seine frühere Geliebte Camille erobert. Außerdem gilt es, zwei mysteriöse Mordfälle aufzuklären: An der Porte de la Chapelle, einem bekannten Drogenumschlagsplatz, wurden die Leichen zweier Männer gefunden. Einzig Adamsberg glaubt nicht an einen Mord im Drogenmilieu - hatten doch beide Opfer Erde unter den Fingernägeln. Doch wonach haben die Männer gegraben, dass sie mit dem Leben dafür bezahlen mussten? Und was haben zwei rituelle Hirschmorde damit zu tun? Vargas' Krimis leben ganz von ihren skurrilen Figuren und deren psychologisch feinsinniger Charakterisierung. Schlussendlich muss man den verschroben wirkenden Kommissar Adamsberg mit seinen eigenwilligen Ermittlungsmethoden einfach ins Herz schließen. Für Vargas-Neulinge, die mit dem bekannten Figurenensemble noch nicht vertraut sind, gestaltet es sich anfangs vielleicht ein wenig schwierig, in die verschachtelte Geschichte einzutauchen. Letztlich wird man aber reichlich mit überraschenden Wendungen und einem packenden Plot, den Vargas mit viel Humor und Poesie zum Klingen bringt, belohnt: Beeindruckend, wie die erfolgreiche französische Krimiautorin die weitverzweigten Handlungsfäden plausibel miteinander verknüpft und zu einem gelungenen Ganzen zusammenfügt. Beste Krimiunterhaltung! Allen Beständen zu empfehlen. Auf in den Vargas'schen Krimikosmos!

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