Diebe.
Erzählungen von Anton Tschechow (2004, Nymphenburger - Übertragung Heddy Pross-Weerth).
Besprechung von Heinz Steuer bei Rezensionen-online *bn*:

Gesammelte Erzählungen - Szenen aus dem russischen Alltag in den 1890er Jahren. (DR)

Der Verlag stellt hier 12 unterschiedlich lange Erzählungen aus Tschechows späterer Schaffenszeit vor. Es handelt sich - fraglos - um gute Prosa; geboten in einem klaren, fast nüchternen Erzählstil, mit einem ruhigen Duktus und dem Geschick, Atmosphäre zu erzeugen. Die geschilderten Szenen spielen in unterschiedlichen Milieus (Mittel- und Unterschicht), die man als Facetten des Gesamtbildes russischer Lebenssituationen im endenden 19. Jahrhundert sehen darf. Es geht um Grundthemen wie Vereinsamung, Lebensmüdigkeit, ja Lebensangst, wobei Tschechow bei aller Distanz sein Mitfühlen an diesen Personen spüren lässt. Ob allerdings nach den meist offenen Enden noch Hoffnung zu erwarten ist, bleibt erst recht offen. - Die Übersetzerin bietet zwar das eine oder andere ausgefallene Vokabel, die Texte lesen sich aber auf Deutsch recht gut. Ihr Nachwort informiert über Tschechow allgemein.

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