Der Vogel ist krank.
Roman von Arnon Grünberg (2006, Diogenes - Übertragung Rainer Kersten).
Besprechung
von Christa Wochner aus Rezensionen-online *bn*, 2006:

Eine skurrile Geschichte um eine Dreiecksbeziehung. (DR)

Der gescheiterte Schriftsteller Christian Beck begnügt sich mit Übersetzungen von Gebrauchsanweisungen und flüchtet damit in ein Asyl vor dem eigenen Leben, an das er keinerlei Ansprüche mehr stellt. Als seine langjährige Freundin todkrank wird, will sie heiraten - aber nicht ihn. Nun gibt es noch einen Mann in dieser Beziehung - einen Exilwerber, der nicht nur bei ihnen wohnt, sondern auch Christians Bett in Anspruch nimmt, während der Hausherr im Flur nächtigt. So wird das Chaos sowohl in der Wohnung als auch in den Gedankengängen der Protagonisten perfekt. Schließlich stehen die beiden Männer der schwerstkranken Frau bis zu ihrem Tod bei und nehmen gemeinsam Abschied von ihr.

Im Mittelpunkt dieses Romans, der auf zwei zeitlich getrennten, inhaltlich aber verbundenen Erzählebenen aufgebaut ist, steht eine chaotische Dreiecksbeziehung, daneben wird der Schriftsteller noch wegen eines literarisch vorweggenommenen Attentats medial bekannt, doch endet das alles in einer Groteske. Eine skurrile Geschichte, mit welcher der Autor gesellschaftliche Normen anprangert.

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