Der Uhrmacher.
Roman von Barbara Taufar,
(2001).
Besprechung von AS aus Kurier, Wien, vom 8.6.2001:

Eine tragische Liebe zwischen Wien und Bagdad Die unerfüllte Liebe ist die schönste. Und dass diese Raum und Zeit überdauern kann, beweist Nathan Rosenfeld, der in Wien unsterblich in Hanna, die Tochter eines vermögenden jüdischen Tuchhändlers verliebt ist. Doch Moses Lehmann hat andere Pläne mit seinem bildschönen Kind. Der vom Ehrgeiz zerfressene Vater möchte sich durch die Heirat seiner Tochter um jeden Preis Zutritt zum Adel verschaffen.

Mit Intrigen versucht er den jungen Nathan aus dem Weg zu schaffen, den es schließlich nach Bagdad verschlägt. Nathan soll, so das Cover, „Gründer der berühmten Saatchi-Dynastie“ gewesen sein. Vor dem Hintergrund des Revolutionsjahres 1848 zeichnet die österreichische Schriftstellerin Barbara Taufar in ihrem Roman „Der Uhrmacher“ eine bittersüße Liebesgeschichte. Einfühlsam behandelt sie die ewige Problematik zwischen Juden und Christen, gibt Einblicke in jüdische Gepflogenheiten und Bräuche. Und entführt den Leser in eine faszinierende Welt reizvoller religiöser und kultureller – Gegensätze: Die des Judentums in Wien und des Orients in Bagdad.

Barbara Taufar lebt heute, nach einer diplomatischen Laufbahn, als freie Schriftstellerin abwechselnd in Wien und Tel Aviv. „Der Uhrmacher“ ist ihr erster Roman, nachdem 1994 ihre bewegende Autobiographie „Die Rose von Jericho“ erschienen ist.

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