Der Tote im Smoking von William C. Gordon, 207, HoCaDer Tote im Smoking.
Roman von William C. Gordon (2007, Hoffmann & Campe - Übertragung Sepp Leeb)
Besprechung von Gunter Göckenjan in der WAZ, vom 21.9.2007:

Krimi-Rezept, ganz klassisch

William C. Gordon ist der Ehemann von Isabel Allende, die der Leser wahrscheinlich durch den Film "Das Geisterhaus" kennt. (Sie hat den Roman zum Film geschrieben.)

Auch das literarische Debüt des Gatten, "Der Tote im Smoking" (Hoffmann und Campe 19,95 Euro), kommt uns irgendwie bekannt vor. In seinem Krimi riecht es ein bisschen nach Hammett und Chandler und am Ende, wenn der Hobbyermittler nach kurzer Abwesenheit wieder auftaucht und erzählt, wer warum welche Fäden gezogen hat, dann glaubt man auch noch, Agatha Christie trapsen zu hören.

Mr. Godon hat seine Geschichte im San Francisco der 60er Jahre angesiedelt und alles, was zu einem klassischen Noir Kriminalfall gehört, hineingerührt: unergründliche Chinesen, ein geheimnisvolles Chinatown, das wie eine eigene Unterwelt organisiert ist, korrupte Bullen, eine Femme Fatale, einflussreiche Reiche mit reichlich Dreck am Stecken und eine Spürnase, die gerade mal über die Runden kommt. Alles ist sehr gebraucht und verbleicht, grau statt noir.

Nicht schlecht für einen ersten Versucht. Weiterüben.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.waz.de]

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