Der Himmel, an dem ich wohne von Fritz Popp, 2008, edition tandemDer Himmel, an dem ich wohne.
Gedichte von Fritz Popp (2008, edition tandem).
Besprechung von Reinhard Ehgartner aus Rezensionen-online *bn*:

Texte und Bilder für die Zeit von Advent und Weihnacht. (DL)

Der hier vorliegende Lyrik-Bildband begibt sich in die Zeit von Advent und Weihnacht. Jeweils auf einer Doppelseite findet sich ein Gedicht von Fritz Popp und ein Bild von Hermann Kremsmayer. Als Kabarettautor und Satiriker ist es Fritz Popp gewohnt, soziale und politische Gebiete zu betreten, die von Phrasen überwuchert und mit Schlagwörtern vermint sind.

Auch als Lyriker zieht es ihn immer wieder in diese sprachlich trostlosen Gegenden, um dem Totgeredeten und Zerredeten neue Worte und damit neues Leben entgegenzusetzen.

Es sind verschiedene literarische Verfahren, deren er sich hierbei bedient: Da ist zum einen die von ihm sehr gezielt eingesetzte Technik, die Sprache beim Wort zu nehmen und die Bedeutungsfelder der Begriffe zu erweitern, sie zu spiegeln oder sie auf ihre radikale Sprachwurzel zurückzuführen. Gleichzeitig arbeitet seine Lyrik damit, einen Teppich aus semantischen Verweisen auszulegen, aus dem neue, uns irritierende oder nachdenklich stimmende Muster hervorgehen. Eine Lyrik, die den Raum zum Nachdenken einfordert und ihn bei diesem großzügigen Layout auch bekommt.

Die Bilder von Hermann Kremsmayer leben aus der Struktur sich begegnender und überlagernder Farben und Formen, aus denen spannungsvolle Bezüge und Gebilde hervorgehen. Wie in den Texten finden sich hier neben der Deutungsoffenheit, eine Art von Rhythmus, Atmosphäre und Klang.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter WOZ Die Literaturdatenbank des Österreichischen BibliotheksWerks - Medium]

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