Der geköpfte Hahn von Eginald Schlattner, 1998, dtvDer geköpfte Hahn.
Roman von Eginald Schlattner (
1998, dtv).
Besprechung von Francis Pierquin, Vernouillet/Frankreich, 7.8.2002:

Exitus - eine Feier mit ungewissem Ausgang

„Der geköpfte Hahn" ist aber weit mehr als nur diese eine, an und für sich schon packende Geschichte. Es ist auch ein - letztes? - ergreifendes Hohelied auf eine mehrhundertjährige, aus Deutschen, Rumänen, Ungarn, Zigeunern, Juden und Armeniern bestehende Völkergemeinschaft im Karpatenbogen kurz vor ihrem Untergang. Es ist ein sprachgewaltiger, weitverzweigter, mosaikartiger, wann immer möglich mit einem kräftigen Schuss Humor gespickter Zeitroman. Und nicht zuletzt ist es ein feinfühliger, aufwühlender Bildungsroman, der nicht nur die Irrungen, Wirrungen und Verirrungen einer Generation aufzeigt, sondern auch die hieraus führenden Wege nachzuzeichnen versucht. Kurzum: Dieser Roman ist eine Fundgrube, von der man keine Zeile missen möchte. Ebenbürtiges findet man vielleicht am ehesten in Horst Bieneks „Gleiwitzer Tetralogie".

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