Der Basilisk zu Forchheim.
Historischer Roman von Luc Bahl  (2005,
Verlag Linus Wittich).
Besprechung von Bernd Zachow aus den Nürnberger Nachrichten vom 14.4.2005:

Als Forchheim ein Machtzentrum war
Historischer Roman von Luc Bahl

Immer wieder gern beschäftigen sich fränkische Autoren mit jenen fernen Zeiten, in denen ihre nähere Heimat der Schauplatz weltpolitischer Ereignisse war. Ein weiteres Zeugnis fränkischer Geschichtsbeflissenheit hat jetzt der bei Forchheim lebende Achim Schnurrer unter dem Pseudonym Luc Bahl vorgelegt. Sein neuer historischer Roman verklammert in einer Haupt- und einer Rahmen-Handlung das frühe und das späte Mittelalter. Der Verfasser liest aus seinem Buch am 15. April, 20 Uhr, in der Erlanger Stadtbibliothek (Palais Stutterheim, Marktplatz 1).

In der Haupthandlung führt Luc Bahl den Leser in das Forchheim des 9. Jahrhunderts. Die Stadt ist damals ein wichtiger Tagungsort für die Herrscher des seit 843 existierenden so genannten Ostfränkischen Reiches. So beschreibt der Roman bis in die Details einen Reichstag des Karolingers Arnolf im Jahr 889 und erwähnt die Wahl von Arnolfs Sohn Ludwig, genannt „das Kind“, auf einem folgenden Hoftag im Februar 900. Nach Ludwigs Tod wurde Forchheim dann noch ein letztes Mal zum Regierungssitz, nachdem dort der ostfränkische Adel im November 911 Herzog Konrad zum neuen König bestimmt hatte.

Die Rahmenhandlung spielt sechs Jahrhunderte später. Aus dem Königreich der Ostfranken ist das „Heilige“ Römische Reich geworden, ein multinalionales Gebilde, dem an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert durch die von Deutschland ausgehende lutherische Reformation die bislang gefährlichste Zerreißprobe bevorsteht.

„Der Basilisk zu Forchheim“ ist ein ungemein unterhaltsamer Roman, in dem neben den verbürgten historischen Gestalten auch allerlei Fabelwesen, eine sprechende Katze sowie eine geheimnisvolle Hinterlassenschaft des Nürnberger Seefahrers und Kartographen Martin Behaim die wichtigsten Rollen spielen. 

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