Das unsagbar Gute von Christian Mähr, 2011, DeutickeDas unsagbar Gute.
Roman von Christian Mähr (2011, Deuticke).
Besprechung von Maike Rellecke aus der Westf. Rundschau vom 18.10.2011:

Christian Mähr erzählt mit Ironie und Blick fürs Detail
Schwere Zeiten für arglose Mörder

Dieser Krimi ist kein Brötchen. Mit einer Frikadelle, Ketchup, Salat. Wer diese einfachen, aber 'oftmals befriedigenden Zutaten schätzt, - übertragen auf die einfachen aber spannenden Zutaten eines gewöhnlichen Krimis - liegt bei "Das unsagbar Gute" falsch.

Autor Christian Mähr verzichtet auf schnell konsumierbare Billig-Zutaten. Stattdessen gibt er sich ganz und gar einem liebevoll, ironisch erzählten Gedankenspiel hin: Wie verändern· Glaube und Annahme die Wirklichkeit, indem sie unterschiedliche Charaktere dazu veranlassen, auf oft kontraproduktive Weise zu handeln? Kontraproduktiv meint, dass sich in der kleinen Gemeinde Dornbirn beachtlich schnell eine Gruppe toter Menschen ansammelt.

Alles beginnt mit dem Tod der pensionierten Chemielehrerin Frau Dr. Leupold, Enkel Manfredo Gonzales will das 'mit der Oma aufgezogene Drogenlabor weiter betreiben. Dabei müssen er und sein neuer Kompagnon das Geschäft vor neugierigen Nachbarn geheimhalten und dem szenebeherrschenden Drogenboss trotzen. Diese Aufgabe erweist sich als mörderisch schwierig. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Um der Geschichte die rechte Würze zu verleihen, lässt der Autor die Ereignisse eine Weile. auf kleiner Flamme köcheln. Doch der geduldige Leser wird belohnt. Für Spannung sorgen in diesem Krimi die vielen leise vorbreiteten, kleinen Katastrophen, die die Pläne. alle Beteiligten von Zeit zu Zeit ins Straucheln bringen. Mittendrin beobachtet Kater Sami die menschlichen Irrungen und Wirrungen. All das erzählt Christian Mähr mit einem für bierernste Kriminalgeschichten ungewöhnlichen Schalk.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie in www.westfaelische-rundschau.de]

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