Das Tuschezeichen.
Roman von Amy Tan (2001, Goldmann).
Besprechung von pms aus der Frankfurter Rundschau, 8.12.2001:

Mutter und Tochter

Mit Töchter des Himmels wurde sie weltberühmt, thematisch knüpft Amy Tan in ihrem neuen Roman Das Tuschezeichen an den Erfolg an. Wieder geht es um eine alte Chinesin, die in die USA eingewandert ist, und erneut hat ihre Tochter, die Halbchinesin Ruth

Young, Probleme mit sich und ihrer ewig nörgelnden Mutter LuLing. Die Beziehung zwischen beiden Frauen wird noch komplizierter, als LuLing an Alzheimer erkrankt. Tochter Ruth entdeckt das Tagebuch ihrer Mutter, lässt die chinesischen Schriftzeichen übersetzen und erfährt endlich deren wahre Lebensgeschichte. Doch mit der komplizierten Wurzelsuche in der chinesischen Vergangenheit und dem Mutter-Tochter-Konflikt gibt sich Amy Tan nicht zufrieden. Ruth kriegt auch noch Probleme mit ihrem Partner und dessen Töchtern aufgeladen. Und das macht den Plot des schlicht erzählten Romans fast ein wenig überladen. Seine Botschaft ist versöhnlich: Nur wer seine Wurzeln ausgräbt, nur wer versteht, kann verzeihen und glücklich sein. Vielleicht.

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Leseprobe 1201 LYRIKwelt© Frankfurter Rundschau