Das Tagebuch der Signora von Liaty Pisani, 2207, DiogenesDas Tagebuch der Signora.
Roman von Liaty Pisani (2007, Diogenes - Übertragung Ulrich Hartmann).
Besprechung von Bernhard Windisch aus den Nürnberger Nachrichten vom 22.11.2007:

Liaty Pisanis spannender Roman «Das Tagebuch der Signora»

Wenn sich die Trivial- bzw. Unterhaltungsliteratur heikler Themen wie den Massakern an und der Deportation von Juden annimmt, dann besteht natürlich die Gefahr, dass das Thema des ihm zustehenden Ernstes beraubt, banalisiert wird. Andererseits erreicht es auf diesem Wege mit einem gewissen aufklärerischen Effekt viel mehr Menschen als das durch ein literarisches bzw. historisches Werk geschehen würde. So ist das nun mal und trifft auch auf Liaty Pisanis Roman «Das Tagebuch der Signora» zu.

Bisher ist die Autorin bei uns durch die belobigten, sogenannten Ogden-Spionageromane bekannt geworden. In ihrem neuen Werk schreibt sie: «Leid und Schrecken waren die Nahrung der Mächtigen, die sie aufsaugten wie Vampire das Blut. Manchmal schien es ihm gar, er könnte das Leid der Menschen zum Himmel aufsteigen sehen, von wo es in einem roten Regen, den die Mächtigen gierig tranken, wieder zur Erde fiel.»

Jedenfalls ist Zeitgeschichte nach wie vor angesagt. Filme führen sie uns vor und Bücher schreiben sie als dankbaren Stoff nach. Im Mittelpunkt des Roman von Liaty Pisani steht ein Tagebuch, in dem eine Siebzehnjährige ein bis dato unterdrücktes Massaker an Juden in Oberitalien dokumentiert. Wir erfahren, dass solche Exzesse an Juden erst nach 1943 stattfanden, als Italien vor den Alliierten kapitulierte und Mussolini gefangen genommen wurde. Daraufhin erklärten die Deutschen Italien zum Feindesland und besetzten es....Fortsetzung

Die vollständige Rezension von Bernhard Windisch finden Sie unter Nürnberger Nachrichten

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