Das Papierhaus von Carlos María DomínquezDas Papierhaus.
Roman von Carlos María Domínquez (2004, Eichborn).
Besprechung von Ursula Silvester für die Rezensionen-Welt, 08/2004:

Das Hauptthema dieser Erzählung ist die Schönheit der Literatur und was die Sucht nach Büchern mit Literaturbesessenen anstellen kann.
Der Autor erzählt in der Ich-Form von einem Literatur-Liebhaber, der zufällig in den Besitz eines Buches kommt, welches seiner verstorbenen Kollegin zugedacht war, und sich auf die Suche nach dem Absender des Buches macht, um dieses zu retournieren. 
Auf seiner Reise begegnet er Menschen, die genauso verrückt nach Büchern sind, wie er selbst und auch wie der Gesuchte. Er beschreibt Räume voll mit Bücherregalen - allein der Gedanke daran lässt das Herz jeder Leseratte höher schlagen. 
Obwohl die Suche nach dem geheimnisvollen Absender des Buches durchaus etwas spannendes an sich hat, ist von der Geschichte im Ganzen keine besondere Spannung zu erwarten, sondern eher als Reise in die Welt der Bücher zu verstehen. Die Dialoge drehen sich hauptsächlich nur um das eine Thema und ermöglichen dem Leser einen Einblick in die Kunst des Schreibens. Jeder Teil dieser Erzählung, jede Beschreibung und jedes Gespräch lassen die Liebe des Autors zum geschriebenen Wort erkennen.
Dieses Buch ist v.a. für jene Leser geeignet, die nicht nur zum Zwecke des Zeitvertreibs ein Buch in die Hand nehmen, sondern die mit dem Lesen auch eine ähnliche Liebe wie der Autor verbinden.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.rezensionen-welt.de]

Leseprobe I Buchbestellung 0804 LYRIKwelt © Ursula Silvester