Das Buch vom Süden von André Heller, 2016, ZsolnayDas Buch vom Süden.
Roman von André Heller, (2016, Zsolnay).
Besprechung von B.H. in der WAZ vom 07.5.2016:

André Heller - Künstler mit Schaffensdrang

Wien, kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs: Julian Passauer wächst auf im Schloss Schönbrunn, allerdings im Dachgeschoss; sein Vater ist zweiter Mann im Naturhistorischen Museum. Das Wien der 50-er und 60-er Jahre kommt daher in Gestalt schräger Figuren und einer Detailfülle der Erinnerungen, die Gerüche des Naschmarkts, Kirchgänge, Kaffeehausgespräche, dazwischen Heimatliebe und Heimathiebe („Österreich ist ein Ausstellungsgebäude für geistige Hintertüren.“) Dem heranwachsenden Julian werden „die Aufbrüche, die Abschiede, die Neubeginne, die Wechsel und Ungewohntheiten“ zum „Lebenselexier“, als Reisender trägt er Hut und Handschuhe, „wie die Landadeligen seiner Kindheit“.

Mit goldverschnörkelter Opulenz breitet André Heller einen Geschichten-Teppich aus, der im weichen Rhythmus schier endloser Sätze zum Versinken einlädt – und schließlich abhebt, gen Süden, natürlich. Denn Frieden findet Julian schließlich in Italien – sowie an der Seite der von Unerreichbarkeit und Geheimnis umwehten Pariserin Aimée.

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