Curriculum eines Grabräubers von Dante Andrea Franzetti, Nagel und KimcheCurriculum eines Grabräubers.
Erzählung von Dante Andrea Franzetti (2000, Nagel&Kimche).
Besprechung von Margareta Langer aus Rezensionen-online *bn*, 2000:

Eine Geschichte um Leben und Tod in der Toscana in der Gegend von Orvieto. (DR)

In einer leichten und eleganten Erzählweise entfaltet der Autor ein Panoptikum von Geschichten, angefangen mit der eines Grabräubers aus Tarquinia. Wer allerdings tiefer in eine dieser Erzählungen mit wahrem Grundgehalt tauchen möchte, wird enttäuscht. Durch die gewährte Innenschau des Ich-Erzählers wird dem Leser eine sofortige Identifikation mit der handelnden Person angeboten, umso irritierender muss er den raschen Ausstieg aus der jeweiligen Episode empfinden, denn sofort beginnt eine weitere, die scheinbar mit dem Vorhergegangenen nichts zu tun hat.

Das Karusell der Erzählungen (zehn davon gibt es) von Mördern, Selbstmördern, Säufern, Einzelkämpfern und Verrätern über die Jahrhunderte hinweg, findet seinen Schluss- und Angelpunkt im Uhrwerk des Domes zu Orvieto und der vom Maler Luca zur Zeit der Pest ausgemalten Capella nuova, deren Fresken eigentlich alles zum Thema Tod, Vergänglichkeit und Untergang bereithalten . - Besonders empfehlenswert für Toscanaliebhaber und die es werden wollen. Es eröffnet einen leisen Blick auf die Seele der Toscana und den damit verwobenen Geschichten.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter WOZ Die Literaturdatenbank des Österreichischen BibliotheksWerks - Medium]

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